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Re: Qualität der Diagnosen im Pilzepilzeforum

Huperzia ⌂, (vor 5609 Tagen) 2.287 Beiträge @ Stephan Weißer

Hallo Leute,
dies soll nur ein offener Beitrag sein, der möglicherweise zum Diskutieren
einlädt. Vielleicht seht ihr es ja auch ganz anders.
Aber mir sind in letzter Zeit immer öfter Beiträge aufgefallen, wo im
Brustton der Überzeugung, d. h. ohne Restzweifel, falsche Diagnosen
verbreitet werden, welche ein paar Beiträge später mehr oder weniger
kleinlaut revidiert werden müssen. Darunter leidet meiner Meinung nach die
Forumsqualität etwas, denn was man als Diagnose postet, sollte nach meinem
Verständnis schon hinreichend verlässlich sein. Wenn man sich mit der
Bestimmung unsicher ist, oder sie nicht wirklich sorgfältig durchgeführt
hatte, wäre es vielleicht besser, man postet seinen Fund mit einem
imaginären Fragezeichen im Hintergrund.
Das war meine Meinung, jetzt eure!

Hallo Stephan,

Meiner Meinung nach ist das das große Plus in diesem Forum, dass nicht alles so wohlüberlegt ist oder sein muß. Gerade auch durch Bestimmungen und Fehlbestimmungen (die auch mal überzeugt geäußert werden können) lernt man doch. Und wenn man dann nicht lautstark seinen Fehler eingesteht, ist das auch nur ein Abbild des "echten" Lebens.

Bei einer Live-Diskussion zwischen z.B. zwei Experten, die sich optimalerweise auch noch streiten und am Ende vielleicht keiner recht hat und keiner seinen Fehler zugibt (und man gar nie weiß, was stimmt) lernt man immer noch tausendmal mehr als aus dem korrektesten Buch.
Das manchmal vielelicht etwas zu sichere Behauptet einer Vermutung ist einfach viel realer als ein tausendmal betontes "vielleicht" und "könnte sein".

LG, Tanja

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