Balusäuregehalt von Glimmerschüpplingen
Hallo Boile,
Laut dem Buch "Giftpilze - Pilzgifte" von Flammer und Horak enthält der Glimmerschüppling roh hohe Mengen an Blausäure. Das ist unter anderem z.B. beim Nelkenschwindling (Marasmius oreades) auch der Fall.
Da Blausäure nicht hitzestabil ist, ist in der Regel nach ausreichendem KOchen keine Blausäure mehr vorhanden. Das gilt aber wohl nicht, wenn die Blausäureverbindeungen als Vorläufer vorliegen, die sich nur langsam in Blausäure umwandeln. Daher hatte ein korrekt zubereitetes Gericht von Glimmerschüpplingen (Phaeolepiota aurea) immer noch einen relativ hohen Gehalt von Blausäure. Es gab wohl bereits leichte Vergiftungsfälle, wobei nicht alle Personen betroffen waren, die mitgegessen haben. Die Symptome waren Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen. Diese Vergiftungsfälle könnten durch den relativ hohen Gehalt an Blausäure im gekochten Gericht erklärt werden.
Fazit: der Glimmerschüppling ist nach neueren Erkenntnissen kein Speisepilz mehr.
herzliche Grüße
Birgit