Re: Im Steinbruch, Inocybe, Arrhenia
Schwieriger wird es bei obiger Inocybe, von der sich nur 6 Exemplare fanden.
Sie hatten einen Hutdurchmesser von maximal 15 mm und erhoben sich kaum
mehr als 1 cm aus dem Kalkschotter. In unmittelbarer Nähe standen mehrere
Salweiden. Unten eine Abbildung der Sporen und Hymenialzystiden.
Leider habe ich keinen Kuyper, keinen Stangl und keinen Ferrari. Mit dem
Schlüssel im Band 5 der Großpilze Baden-Württembergs und nach einiger
Internetrecherche (fündig wurde ich u.a. auch im Archiv dieses Forums) bin
ich bei Inocybe tjallingiorum gelandet. Was meinen die Experten?
Servus Ingo,
I. tjallingiorum ist recht selten und offenbar sehr variabel. Z. B. die beiden völlig unterschiedlichen Bilder bei Ferrari scheinen kaum die selbe Art darzustellen. Ich habe bisher nur eine ältere Kollektion, die den Namen ohne "cf." trägt, und da sind die Hymenialzystiden insgesamt breiter, eher so wie bei Kuyper (Deine sehen in der Form mehr wie die bei Stangl aus). Auch der nahezu wollig-filzige Hut ist so nicht beschrieben, dürfte aber eine witterungsbedingte Erscheinung sein. Ich nehme auch mal an, dass es Kaulozystiden in der unteren Stielhälfte gab.
Insgesamt meine ich lässt sich Deine Kollektion nicht anders bestimmen. Bei solch seltenen Arten wäre es wichtig, auch junge Frk. zu haben. Diese sollten bei I. tjallingiorum u. a. Velumbeläge aufweisen.
Gruß
Helmut