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Re: Boletus depilatus

Schnapper, (vor 9142 Tagen) 69 Beiträge @ Birgit

Hallo schnapper,
B. depilatus (das Bild in der Galerie ist übrigens von mir, im
Ammerseegebiet, seinem typischen Verbreitungsgebieet aufgenommen) kommt
hauptsächlich, sagen wir mal im süddeutschen Raum vor und da immer noch
relativ selten, in anderen Gebieten ist er meines Wissens nach praktisch
nicht nachgewiesen, woher kommst du denn? Da er erst seit einigen Jahren
als eigene Art geführt wird und früher zusammen mit dem fahlen Röhrling
(B. impolitus) zusammengelegt war, gibt es noch keine Verbreitungskarten
von ihm. B. depilatus wächst unter Laubbäumen (hauptsächlich Ulme und
Hainbuche) auf kalkhaltigen, trockenen Böden, also nicht grad der Standort
für "normale" Fichtensteinpilze. Sommersteinpilze hingegen
findet man schon in seiner Nachbarschaft. Der Stiel von B. depilatus hat
überhaupt kein Netz wie der Steinpilz, ist meist spindelig wurzelnd und
die Stielspitze ist intensiv gelb, die Huthaut ist marmoriert und mit
kleinen Dellen versehen. Was meinst du jetzt zu deinem FUnd?
Über den Speisewert von B. depilatus ist nix bekannt, da er in der Stielbasis
nach Jod riecht (ähnlich wie B. impolitus) geht man wohl davon aus, daß er
ähnlich wie B. impolitus nicht so gut ist. Außerdem ist er relativ selten
und damit schonenswert. Der von mir abgebildete Pilz wurde allerdings zur
Hälfte von mir verzehrt, die anderen Hälfte wurde auf dem Dörrex
exsikkiert, und schmeckte mir sehr gut :-) (aber bittschön, ich alleine
bin auch nicht signifikant, da ich auch einen Pferdemagen habe)
Boletus = Dickröhhrling, die Steinpilze fallen dadrunter, aber auch so Pilze
wie die ungenießbaren Schönfußröhlinge und wurzelnden Bitterröhrlinge,
aber auch z.B. die Hexenröhrlinge, Purpurröhlinge und der giftige
Satansröhrling. B. depilatus wird von einigen Leuten auf Grund der
Struktur der Stielrinde in die Nähe der Rauhfußröhrlinge (Leccinum)
gestellt.
Gruß
Birgit

Hallo Birgit,

thx für die antwort, mittlerweile bin ich mir nun doch nicht mehr sooo sicher :)
der geruch war normal, nich auffällig(glaub ich), ansonsten sah er aus wie auf dem bild. wie gesagt, vom stiel her würds passen, die röhren waren wunderbar hellgelb, haben auf druck auch nicht gebläut. mamoriert war der hut, aber er war nicht oder nicht sehr ausgeprägt gewellt. auch ein noch sehr kleiner pilz hatte schon diese gelben röhren, hellgelb, nicht das gelb oder olive von maronen.
auf jeden fall werde ich nächstes jahr (ich fürchte, dieses jahr werd ich nix mehr finden da) ein foto machen und nochmal hier nachfragen, dann wird eine bestimmung sicher einfacher. gefunden hab ich den pilz nahe hanau, s/w von frankfurt.ach, was mir aufgefallen war, als ich den pilz halbiert hatte, direkt unter der huthaut färbte es sich nach einiger zeit ein wenig rosa/rötlich, nicht viel, vieleicht 1-2mm nur. was gibt es noch für möglichkeiten, einen pilz zu bestimmen?

bye

Rik

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