Re: phyllogena = badioconfusa
Hallo Jürgen,
dass meine Pilzliteratur dringend erweiterungsbedürftig ist - keine Zweifel!
Aber um mal weiter makroskopisch zu bleiben: Jetzt habe ich Peziza ampliata eifrig gegoogelt und finde in verschiedenen Quellen die übereinstimmende Angabe, die Fk seien max. 3 cm groß. So klein waren nur die Babies, die ausgewachsenen Exemplare hatten einen ø von 5 - max. 8 cm, wie schon geschrieben. Die Apothecien waren auch nicht (nur) vereinzelt, sondern meist mehrere aus einem Zentrum entspringend, siehe Foto. Über den Aufbau der Fruchtschicht kann und möchte ich nicht mit Dir streiten, frei Aug ist ziemlich genau in der Mitte eine hellere Linie zu sehen, farblich unterscheiden sich die Schichten nicht wirklich, was immer das zu bedeuten hat...
Glaubst Du noch immer nicht an P. varia?
Grüße - Rika
Hallo Rika,
wenn Dich mal das Gefühl beschleicht "Ich habe über die Becherlinge
womöglich zu wenige Literatur ...", dann bist Du richtig. Becherlinge
sind sehr variabel, was die Färbungen angeht; auf Sägespänen gibt es ein
paar Arten, die da vorkommen können, unter anderem Peziza ampliata. Die
"Schichtigkeit", von der Du schreibst, ist nur mikroskopisch
sicher feststellbar. Die zwei Schichten, die Du meinsst, sind
wahrscheinlich Hymenium (Schicht aus Schläuchen + Paraphysen) und das
Fleisch (Excipulum). Das ist aber mit Zweischichtigkeit nicht gemeint,
sondern aus wieviel Zellschichten das Excipulum aufgebaut ist.
Grüßle
Jürgen
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