Re: Pilzbildrätsel Nr. 25
Hallo Andreas und übrige Milchlingsfans,
ich stimme mit Andreas vollkommen überein, daß es sich kaum um L. fuliginosus handeln kann; dagegen sprechen nicht nur Habitus und die entfernten und viel zu hellen Lamellen sondern nach meinen Erfahrungen auch das Habitat. Zumindest in Thüringen bevorzugt diese Art basenärmere, eher leicht saure Standorte. In hiesigen Kalkbuchenwäldern wurde die Art noch nicht gesichtet.
Über die Frage, ob die minimalen Makro- und Mikro-Unterschiede zwischen L. romagnesii und L. ruginosus ausreichen, um zwei Arten zu konstruieren, streiten sich die Spezialisten. Wenn man von zwei Arten ausgeht, müßte es sich - vorausgesetzt die sehr dunkle Hutfarbe korreliert mit verzeigt-gratigen Sporen - um L. romagnesii handeln. Es wäre wirklich interessant, von Georg etwas über die Sporenornamentation (Höhe und Anordnung der Grate) zu hören.
Beste Grüße
Udo
Hallo Georg,
da hast Du ja ein heißes Eisen losgetreten, wie man an den vielen und
verschiedenen Antworten sieht.
Ich bringe mit meinem Tipp allerdings noch einen Namen ins Spiel und denke,
dass ich mit LACTARIUS RUGINOSUS (Kerbrandiger Korallenreizker) richtig
liege.
Die entferntstehenden Lamellen sind arttypisch, ebenso der nur schwer
erahnbare gerippelte Hutrand. Daher glaube ich nicht an fuliginosus, der
normalerweise auch nicht sooo samtig fastschwarz ist sondern doch etwas
braunere Töne hat und auch meist schmächtiger, dünnfleischiger bleibt als
L. ruginosus.
Im Schönbuch im Querceto-Carpinetum nicht so selten, da wo auch die seltenen
Dickröhrlinge wachsen und wo auch L. pterosporus, azonites und acris
vorkommen.
Ob diejenigen, die L. romagnesii getippt haben auch "meinen" Pilz
meinen weiß ich nicht, glaub's aber eher nicht. Ich halte L. romagnesii
für synonym zu fuliginosus!
Gruß,
Andreas