Re: Probleme mit Violettmilchling
Hi Georg,
Hab mal in meinen Winkler geguckt, da steht bei L. flavidus nix von Zotten am
Hutrand, da ist auch ein Bild drin, was deinem Bild zumindestens nicht
widerspricht.
Um die Verwirrung komplett zu machen bring ich noch nen Namen, der bisher
nicht im Spiel war (Andreas wird sicher gleich erklären welche Varietät
welchen violettmilchenden Reizkers ich damit meine). Der
violettmilchende Zottenreizker L. repraesentaneus scheint es mir nicht zu
sein, den hab ich selbst schon mal gefunden und der hatte richtig lange
Zotten, von der Farbgebung her würde er allerdings einigeermaßen passen.
Ich hab ihn damals im sauren Milieu (in Hornberg auf der Goitsche) unter
Fichten gefunden, aber scheinbar gibts ihn auch im Laubwald.
Herrscht bei den violettmilchenden Milchlingen auch so ein Durcheinander?
liebe Grüße
Birgit
Hallo Birgit,
bin ich echt so schlimm ???
Der violettmilchende Zottenreizker hat eine faserfilzige Huthaut, genau wie der Grubige Milchling. Er sieht diesem auch zum Verwechseln ähnlich, auch was die Größe betrifft. Der Pilz von Georg hat eine glatte Hutoberfläche und höchstens am Hutrand etwas Fasern, ebenso die anderen angesprochenen Arten. Das ist der prinzipielle Unterschied zwischen der Gruppe mit flavidus-aspideus-uvidus-violascens und andererseits dem repraesentaneus.
L. repraesentaneus gibt's nicht im Laubwald, wo hast Du diese (Fehl-)Information her? Er kommt nur im sauren, montanen Nadelwald vor, in Skandinavien recht häufig.
Gruß,
Andreas
Ach ja, bei den violettmilchenden herrscht ausnahmsweise mal kein Durcheinander. Höchstens bei 2-3 alpin-arktischen Arten unter Zwergweiden mag ein wenig die Diskussion sein wieviele Arten in den Büchern und wieviele in der NAtur existieren ...
). Der