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Re: saftiges (13Pic)

haseneier, (vor 5099 Tagen) 243 Beiträge @ Joschi Siembida

Hallo Joschi
Kirschroter Saftling Hygrocybe coccinea traue ich mich bei dem mal zu
sagen.

Würde ich auch so sehen

Beim Rest muss ich leider erst mal passen. Da ist erst mal lesen angesagt.

Beim Lesen würde ich mich auf H. chlorophana, ceracea, evtl. noch glutinipes und insipida konzentrieren. Leider herrscht abbildungsmäßig bei Cetto, Dähncke, Breitenbach/Kränzlin und anderen Anarchie, kann man sich nicht drauf verlassen.


#1 sehr lange dünne und gebogene Stiele; rein gelb ohne rot/orange Anteil,
gesellig bis einzeln stehend

tippe H. ceracea (Hut schleimig, Stiel trocken, Lamellen hell & breit angewachsen); lange Stiele würde ich eher den Wuchsbedingungen (längeres Gras, oder schon mal umgetreten) zuschreiben als ein Artmerkmal draus machen


#2 kurzstielige stämmige FK, auch rein gelb, aber teilweise mit Frostschaden
auf dem Hut, einzel stehend

tippe H. chlorophana (Hut&Stiel schleimig, Lamellen ausgebuchtet/schmal angewachsen). Stumpfhütig waren die doch? (sieht man auf dem Bild leider nicht so; spitzgebuckelt darf chlorophana nicht sein)

#3 relative große FK, sehr leuchtend gelb-orange, Hutmitte orange zum Rand
hin gelb, mit stark ausgeprägten Amastomosen, fast immer büschelige

denke auch als erstes an große ceracea (sowohl ceracea wie chlorophana machen orange getönte Fk, v.a. wenn jung; evtl. aber H.quieta ausschließen (dazu passen die Anastomosen; die sollten aber einen Blattwanzengeruch haben a la Eichenmilchling)


#4 recht kleine FK, Hut gelb-orange, Stiel mehr gelb, einzeln stehend

da tipp ich wieder auf ceracea (s.o.)


#5 ähnlich wie #4 aber etwas größer und mehr orange-rötlich, der blasse
rechts hat wohl auch zu viel Frost abbekommen, gesellig stehend

könnte auch ceracea sein, käme aber auch das eine oder andere in Frage, z.B. H. insipida, ausgeblasste coccineae, oder (mit Honiggeruch im Idealfall) der seltenere Honigsaftling H. reidii, manchmal fälschlich noch marchii genannt

Alles ohne Gewähr, mehr so Wahrscheinlichkeitsrechnung. Geruch und Schleimigkeit der einzelnen Teile sind wichtig für die Bestimmung bei den gelben/orangen Saftlingen. Bei der Geruchsprüfung sind Tricks empfohlen: Reiben, Schneiden, Trocknen, im Glas verschließen und nach 30 min mit der Nase voraus öffnen, wässern.
Die Schwierigkeit kommt daher, daß die Arten recht variabel hinsichtlich z.B. Größe und Farbton sein können.
Bei den Keulen und Dungtüpfeln halt ich mich lieber ganz zurück ;)

lg
Martin

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