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Re: Hygrocybe splendidissima???

Svampskogen, (vor 5092 Tagen) 737 Beiträge @ Joschi Siembida

Hallo Joschi

Ich denke wie Martin H. quieta. Den solltest du aber mit FN nicht als H. splendidissima ausschlüsseln: "Cap and often stem bright to deep scarlet", der ist viel intensiver rot ;-) Ein gutes Merkmal von H. quieta sind die oft recht intensiv gefärbten Lamellen, was bei deinen Exemplaren jetzt vielleicht nicht sooo der Fall ist. Wenn man sofort an frischen Exemplaren riecht, dann ist der Geruch nach Lactarius quietus meist vorhanden, wenn auch eher schwach.

BEste Grüsse Svampskogen

Hallo Zusammen,
gestern war ich nochmals auf der Saftlingswiese. Den ersten Bestimmling den
ich mir rausgesucht habe ist gleich ne harte Nuß, zumindest für mich.
Beschreibung
Standort: Kuhweide; leicht geneigter Nordhang; Lehmiger Boden, Rotliegend;
Fruchtkörper sehr gesellig oder in dichten Büscheln stehend.
Hut: 2-4cm; an geschützen Stellen strahlend rot, ansonsten schmutzig
(gelb-)orange bis orange-rot (vermutlich durch Frost); trocken?!? (bei
Lippenprobe nur ganz leicht klebend); Lamellen kaum durchscheinend; breit
kegelig bis +/- halbkugelig; im Alter fast flach mit leichtem Buckel in
der Mitte, bei einem Exemplar mit Papille; Hutrand jung eingerollt dann
gerne wellig und im Alter einreißend; hygrophan, radialstreifig
ausblassend.
Stiel: 2,5-4,5cm x 0,7-1,4cm; zylindrisch bis eingedellt/flachgedrückt,
machmal auch leicht wellig/riegelig; Stielbasis schief und meist
asymetrisch ausspitzend; Oberfläche glatt und trocken; durchgehen rot
oder orange aber auch in Farbverläufen von beidem, jedoch zur Basis hin
immer gelb-blassgelb (fast weiß) werdend; großvolumig hohl von der Basis
bis in den Hut ; sehr dünnwandig und innen von wattiger Konsistenz.
Lamellen: sehr breit 5-10mm; schmal angewachsen (Burggraben), teilweise mit
leichtem Zähnchen; mit ausgeprägten Anastomose; jung gelblich, im Alter
orange mit deutlicher rosa Komponente, Lamellenschneide aber deutlich
heller gelblich bleibend.
Fleisch: insgesamt sehr dünnfleischig auch im Hut; Trama durchweg gelb bis
chromgelb; ohne besonderen Geschmack und Geruch .
Mit FN und Boertmann schlüssele ich damit H. splendidissima aus. Den süßen
Geruch konnte ich bisher nicht feststellen.
Wenn ich für den Hut klebrig annehmen würde, gelange ich zu H. punicea
(eventuell auch noch H. aurantiosplendes ). Hier finde ich passt der
großvolumig hohle Stiel und die gelbe Tramafarbe nicht.
Was haltet Ihr davon? Habe ich irgendwo was übersehen oder falsch
interpretiert?
Gruß Joschi

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