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Re: rosa Täubling – Mikro–Nachtrag

UmUlmHerum, (vor 4451 Tagen) 2.531 Beiträge @ Jesko

Hallo Jesko,

herzlichen Dank für Deine Recherche über meinen Fund und ausführliche Antwort!

Dein Angebot nehme ich gerne an - ich komme da eh nicht weiter. Immerhin hört sich dieser hübsche Täubling nicht ganz alltäglich an, und da wäre er bei Dir gut aufgehoben.

Leider sieht der Größere der beiden, die ich mitgenommen hatte, nicht mehr gut aus (stellenweise Schimmel in den Lamellen), kein Wunder nach 4 Tagen im Kühlschrank. Aber am Standort waren noch einige Exemplare. Da kann ich morgen schauen, ob die Schnecken davon was übrig gelassen haben. Notfalls gibt es ein Dreieck aus dem Hut, das ich nach dem Sporenabwurf getrocknet hatte, Sporenpulver ist auch noch reichlich da. Ich melde mich bei Dir, wenn ich am Standort war.

Noch eine Beobachtung: ich hatte einen 1/2 Hut auf der Huthaut liegend in einer Box mit unten feuchtem Küchenpapier drin. Bereits am nächsten Tag hatte der Hut das Papier in signal-pink verfärbt (wie Leucht-Markierstift), der Farbstoff müsste also wasserlöslich sein, zumindest teilweise, weil der Hut nicht entfärbt war.

Was die Netzigkeit betrifft: ganz sicher kein durchgehendes Netz; vor allem "oben" oft nur Spitzwarzen ohne jegliche Verbindung. Ich bin dann mal neugierig, wie hoch Du die Protuberanzen einschätzen wirst.

Viele Grüße – Rika

Hallo Rika,
ja, jetzt sieht man schon etwas mehr. Ein wirklich netziges Ornament ist in
der Tat nicht so recht zu erkennen – zumindest auf den Fotos. Das Problem
ist, dass wir bei einem scharfen rothütigen Weißsporer bei Fichte
eigentlich keine Alternative zur Subsektion Russula (nach der Gliederung
Sarnaris), also zu den „Emeticinae“ und „Atropurpurinae“, haben. Diese
haben alle netziges Sporenornament. Die nicht zur Subsekt. Russula
gehörende luteotacta dürfte schon aufgrund des Habitats nicht in Frage
kommen, makroskopisch passt sie ja wohl auch nicht. Wenn Deine Angabe zur
Höhe der Protuberanzen korrekt ist (ehrlich gesagt sehen sie mir auf den
Fotos etwas höher aus), scheidet natürlich die von mir vorgeschlagene
silvestris aus. Mittelgroße Sporen mit mittelhohen Protuberanzen hätten
unter den vielleicht irgendwie in Frage kommenden Arten grisescens (i.d.R.
im feuchten Fichtenwald, normalerweise mit einem kräftigeren Rot) oder
aquosa (feuchter Fichten- oder Birkenwald, kaum scharf), ferner auch
fageticola (Buche) oder auch laccata (Weide, rote Formen möglich). Gut
erkennbar sind auf Deinen Fotos die unseptierten Dermatozystiden. Tja, ein
paar Widersprüche scheint es da ja zu geben. Ich kann Dir anbieten, dass
ich mir den Beleg mal vornehme...
Viele Grüße,
Jesko


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