Re: Trüffel-Artikel
Findet ihr auch, dass es eine "allgemeine Mykophobie" in
Deutschland gibt?
*Satiremodus*
Nein, allenfalls eine behördliche. Das geht so weit, dass aufgrund der deutschen Bundesartenschutzverordnung mancherorts Trüffelplantagen angelegt werden müssen, damit die Naturschutzbehörde davon ausgehen kann, dass die auf deutschem Boden ausgebuddelten Burgundertrüffeln mit dem "zarten Aroma", die 800-Gramm-weise in Restaurants wie dem "Vieux Sinzig" den Gästen vorgesetzt werden, nicht aus der Wildnis, sondern aus solchen Trüffelplantagen stammen und somit (vermeintlich??) nicht vom Schutz durch die Bundesartenschutzverordnung betroffen sind.
*Satiremodus aus*
Im Vergleich zu gewissen anderen Naturnähe symbolisierenden Lebensformen wie Eisvogel oder Juchtenkäfer stehen Pilze nicht so im Fokus der Öffentlichkeit. Auch fristet die Mykologie mittlerweile im schulischen Biologie-Unterricht ein Schattendasein, was das profunde Verstehen dieser Lebensform nicht gerade erleichtert. Auch von der Behandlung der volkstümlichen Pilzkunde im alten Heimatkundeunterricht der Volksschule sind wir wohl mittlerweile recht weit weg (wie es derzeit in den Schulen der bekannten Pilzsammelregionen wie Erzgebirge oder Bayerischer Wald aussieht, weiß ich freilich nicht).