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Re: Klimakatastrophe und political correctness

Georg, (vor 8821 Tagen) 1.464 Beiträge @ Thomas Pruß

Hi Thomas,

ich finde, dieses Thema hat in unserem Pilzeforum sehr wohl Platz und ist es
wert, genau hier intensiv diskutiert zu werden. Schließlich sind wir und
unser Hobby durch eine mögliche Klimakatastrophe besonders betroffen.

Genau so sehe ich das auch.

Da gibt es nämlich den dänischen Physiker Henrik Svensmark, der ziemlich
gewichtige Argumente bringt, dass die globale Erderwärmung weniger das
Produkt menschlicher Aktivitäten ist, sondern vielmehr vom Einfluss der
Sonnenaktivität und dem Bombardement der Erde mit kosmischen Partikeln
abhängt. Die URL, auf der du alles durchlesen kannst (in englisch) ist
http://cloudws.web.cern.ch/cloudws/documents_talks/Henrik_Svensmark/index.html

Es ist doch immer wieder interessant zu sehen welche exotischen Möchtergernklimaforscher
meinen sich zum Thema äußern zu können. Jetzt also kosmische
Strahlung. Es ist kaum zu glauben.
Auf kaum einem Gebiet wird einer absoluten Minderheit (höchstens 5%
der Klimaforscher bezweifelt einen maßgeblichen Einfluss des Menschen
auf unser Klima) eine derartige Medienpräsenz eingeräumt wie bei der
Klimaforschung.

Svensmarks Dilemma ist deshalb auch ein ganz anderes: Seine Theorien sind
nicht „political correct“!!!

Ist die Klimaerwärmung etwa 'political correct'?

Außerdem kann man in diesem Zusammenhang „political correctness“ durchaus mal
wörtlich übersetzen, denn mit dem Thema kann man – entsprechende
Indoktrination vorausgesetzt – a) Stimmen fangen und b) die Steuern
erhöhen bzw. neue erfinden. Überlegt doch mal, was die so genannte
Ökosteuer schlussendlich gebracht hat: Der Ausstoß von CO2 ist dadurch
nicht merklich zurückgegangen, wer was anderes behauptet, der sagt ganz
einfach nicht die Wahrheit. Deutschland gehört mit den USA zu den größten
„Dreckschleudern“ nach wie vor. Allerdings hat sie dem Staat eine ganze
Menge Kohle eingebracht, aber die ist auch nicht in Projekte geflossen,
mit denen man alternative Energien erforschen und marktfähig machen kann.
Stattdessen fließt sie in die Rentenkasse und in was weiß ich für Kassen.
Ist das nicht sogar gegen geltendes Recht? Meines Wissens sollen Steuern
zweckgebunden verwendet werden, und da frage ich mich, was die Ökosteuer
mit den Renten zu tun hat? Aber das nur nebenbei.

Es geht um die Lenkungswirkung erhöhter Energiepreise. Ist das sooo schwer
zu kapieren? Wo die Kohle dann letztlich hinfließt ist egal. Wir müssen
uns JETZT Gedanken machen über alternative Energieversorgung. Und die Gedanken
kommen am besten zustande wenn herkömmliche Energien verteuert werden.
Egal wie und womit.

Meine persönliche Meinung zu diesem Thema: Naturkatastrophen, ausgelöst durch
Wetterphänomene, hat es immer schon gegeben und wird es auch weiterhin
geben. Nur, dass diese Katastrophen auf einmal uns heimsuchen, macht uns
unruhig. Sonst liest man davon nur in der Zeitung oder sieht es im
Fernsehen, plötzlich stehen unsere Häuser unter Wasser. Aber was,
bitteschön, hat das mit einer Klimakatastrophe zu tun?

Vielleicht sehr viel. Wenn wir es sicher wissen ist es vielleicht
zu spät.

Webmaster Georg, unser „weatherman“ nebenan im Wetterforum, kann bestimmt
Tausende von Daten vorlegen, die eindeutig nachweisen, dass es schon
wärmere Sommer, kältere Winter, heftigere Überschwemmungen und größere
Dürren in Europa gegeben hat.

Hat es. Aber: nicht in dieser Häufigkeit und regionaler Dichte:
Orkane 1990; Hitzesommer 1990,92,94; Oderflut 1997; Rheinhochwasser 1993,95;
Pfingsthochwasser 1999; Lothar 1999; Elbe 2002; vor 2 Tagen Südfrankreich
650 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit (nie dagewesen sowas in Europa).

Ich neige dazu, in den Wetterkapriolen natürliche Schwankungen zu sehen.
Dabei will ich nicht verhehlen, dass das Pendel durch anthropogene
Einflüsse etwas weiter als sonst ausschlägt. Aber schlussendlich sind
diese Einflüsse einfach nicht so groß, wie uns das weis gemacht werden
soll.

Kann sein. Aber glaubst Du im Ernst dass es die Atmosphäre einfach so
hinnimmt, wenn wir die GESAMTEN fossilen Brennstoffe in die Luft jagen,
die sich in Jahrmillionen angesammelt haben und damit dem
Kohlenstoffkreislauf entzogen waren? Wir machen da ein gewagtes Experiment
von dem keiner weiß wie es ausgeht. Mag sein, dass es negative
Rückkopplungen gibt, die das CO2 wieder binden und alles ist in Butter.
Aber was wenn nicht, oder wenn gar das Gegenteil der Fall ist?
Die Erde ist jetzt schon an der Grenze der Belastbarkeit mit 6 Mrd.
Menschen. Kommt noch eine markante Klimaänderung hinzu ist Schluss
mit Lustig. Dann war das 20. Jhdt. ein Zuckerschlecken in Sachen
Kriege und Verteilungskämpfe im Vergleich zu dem was dann passieren
würde.

Georg

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