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Re: Klimakatastrophe und political correctness

Christoph ⌂, (vor 8821 Tagen) 878 Beiträge @ Georg

Hallo Georg,

ich kann mich dir nur völlig anschließen.
Die Menschheit pustet seit der Industrialisierung Treibhausgase in die Luft. warum u.a. CO2 einen Treibhauseffekt erzeugt - also der Mechanismus - ist bekannt.
Der Ausstoß von Treibhausgasen steigt exponentiell an, die Temperatur global auch.
Klar, die Sonnenaktivität ist derzeit sehr hoch, aber das erklärt das nicht vollkommen. Ich hatte mal von Zahlen wie 50% hasugemacht gehört, 50% Sonne, aber ob das wirklich seriös ist, weiß ich nicht.

Fakt ist:
Wir verbrennen fossile Energieträger. Die Natur brauchte Jahrmillionen, um CO2 aus der Atmosphaere zu binden. Alles, was nicht mehr mit luft in Berührung kam und nicht vergärte, kennen wir als Kohle, Öl etc. Wir verbrennen all das. Gleichzeitig steigt die Temperatut global an.

Ich würde mal umgekehrt argumentieren:

Wir machen wirklich ein Globales Klimaexperiment. Doch keiner kennt den Ausgang (genau wie Georg sagte). Man müsste mir beweisen, dass dieser globale Ausstoß an CO2 das Klima NICHT beeinträchtigt, wir NICHT einer globalen Überhitzung, oder gar einer neuen Eiszeit entgegensehen.

Die ganzen Sprüche, dass niemand definitiv sagen kann, ob wir uns wirklich umbringen helfen nicht weiter.
Wenn ein neues Patent angemeldet wird, eine Maschine entwickelt wird, ein neues Auto oder sonstwas, dann muss gezeigt werden, dass das neue ungefährlich ist, dass das Auto nicht nach 100 km explodiert etc.
Diese Argumentation, man könne es nicht definitiv sagen, wie es wirklich weitergeht kann ich nciht nachvollziehen.

ES KANN SEIN, reicht das nicht, vorher umzulenken, bevor etwas passiert???

Und dass die Behauptung, dass es sein könne nicht aus der Luft gegriffen ist, das zeigt eben u. a. dass die extremen Witterungssituationen weltweit rasant steigen, dass die Niederschläge sich stärker konzentrieren, dass die Temperatur weltweit (nicht regional!) zunimmt, dass die Polkappen, speziell im Süden, abschmelzen (im Norden ist es schwierig zu belegen, da man das Eisvolumen nicht kennt).

Zu sagen, es sei Humbug die Gefahren des Klimawandels zu diskutieren und gegenzulenken finde ich hochgradig fahrlässig und unverantwortlich.

Welche Partei man denn nun wählen möchte, das ist jedem selbst überlassen. Darum geht es mir hier jedenfalls nicht. Ich möchte nur zu bedenken geben, dass eigentlich falschherum argumentiert wird. Die Unbedenklichkeit eines Experiments muss vorher geklärt werden, bevor man es startet.Wenn es ein geringes restrisiko gibt, gehen manche schon auf die Straße (z. B. Freilandpflanzungen bei genetisch veränderten Pflanzen - als Biologe habe ich hier eine nicht unbedingt "Sandalenöko"-konforme Meinung). Aber beim Klima, da muss man beweisen, dass es schlimm werden könne?! Warum nicht umgekehrt. Es ist ein Freilandexperiment, dessen Risiken erst abgeschätzt gehören.

Ich bin und bleibe Optimist und hoffe, dass nichts passiert. Wenn ich aber höre, es könne nichts passieren, dann finde ich das äußerst unseriös.

Grüße, Christoph

Hi Thomas,
Genau so sehe ich das auch.
Es ist doch immer wieder interessant zu sehen welche exotischen
Möchtergernklimaforscher
meinen sich zum Thema äußern zu können. Jetzt also kosmische
Strahlung. Es ist kaum zu glauben.
Auf kaum einem Gebiet wird einer absoluten Minderheit (höchstens 5%
der Klimaforscher bezweifelt einen maßgeblichen Einfluss des Menschen
auf unser Klima) eine derartige Medienpräsenz eingeräumt wie bei der
Klimaforschung.
Ist die Klimaerwärmung etwa 'political correct'?
Es geht um die Lenkungswirkung erhöhter Energiepreise. Ist das sooo schwer
zu kapieren? Wo die Kohle dann letztlich hinfließt ist egal. Wir müssen
uns JETZT Gedanken machen über alternative Energieversorgung. Und die
Gedanken
kommen am besten zustande wenn herkömmliche Energien verteuert werden.
Egal wie und womit.
Vielleicht sehr viel. Wenn wir es sicher wissen ist es vielleicht
zu spät.
Hat es. Aber: nicht in dieser Häufigkeit und regionaler Dichte: Orkane 1990;
Hitzesommer 1990,92,94; Oderflut 1997; Rheinhochwasser 1993,95;
Pfingsthochwasser 1999; Lothar 1999; Elbe 2002; vor 2 Tagen Südfrankreich
650 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit (nie dagewesen sowas in Europa).
Kann sein. Aber glaubst Du im Ernst dass es die Atmosphäre einfach so
hinnimmt, wenn wir die GESAMTEN fossilen Brennstoffe in die Luft jagen,
die sich in Jahrmillionen angesammelt haben und damit dem
Kohlenstoffkreislauf entzogen waren? Wir machen da ein gewagtes Experiment
von dem keiner weiß wie es ausgeht. Mag sein, dass es negative
Rückkopplungen gibt, die das CO2 wieder binden und alles ist in Butter.
Aber was wenn nicht, oder wenn gar das Gegenteil der Fall ist?
Die Erde ist jetzt schon an der Grenze der Belastbarkeit mit 6 Mrd.
Menschen. Kommt noch eine markante Klimaänderung hinzu ist Schluss
mit Lustig. Dann war das 20. Jhdt. ein Zuckerschlecken in Sachen
Kriege und Verteilungskämpfe im Vergleich zu dem was dann passieren
würde.
Georg

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