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Pilzjahr-in-München

interhias ⌂, (vor 8783 Tagen) 1.765 Beiträge @ Birgit

Hier in München sieht es ganz ähnlich aus. Jetzt zum frühen Ende des Pilzjahres gibt es an Essbarem im Wesentlichen nur mehr
- Blaukrautschwammerln (Violetter Rötelritterling kling doch wie eine Krankheit)
- Herbstblattln (nebelgrauer trichterloser Trichterling)
- Schwefelköpfe
- Trompetenreherln
- Stockschwammerln
- Kuhmäuler
- Safranschirmlinge und Parasole

Insgesamt fand ich das Schwammerljahr eher mager, im Sommer war's oft zu trocken und im Herbst zu kalt. Bei einigen Massensorten waren beinahe Totalausfälle zu verzeichnen, so bei Reizkern und Hallimasch. Selbst die Blaukrautschwammerln sind heuer an manchen Stellen einfach ausgeblieben. Dafür gab's Reherln wie noch nie und Unmassen von Stockschwammerln.

Grüße aus München
Interhias

Hallo ihr Lieben,
auch mal wieder ein kurzer FUndbericht aus der Umgebung von Landsberg/Lech
südlich von Augsburg, unterwegs auf saurem Boden im Buchen/Fichtenwald.
Es gibt wirklich noch genügend Pilze hier und auch genügend Essbares.
Als allererstes Mal die Frage: Welchen sicheren makroskopischen Unterschied
gibts zwischen den Anischampignons (Agaricus essettei, A. silvicola) und
dem SChafchampignon (Agaricus arvensis)? Was ich aus dem Buch fand, war
evtl. die Ringstruktur, der bei A. arvensis doppelt sein soll (das mit dem
doppelten RIng hab ich noch nie so richtig kapiert)und zahradförmig auf
der Unterseit, den zahnradförmigen RIng hat aber A. silvicola auch. Dann
evtl. noch, daß bei A. arvensis auch das Fleisch gilbt, während das bei
den beiden anderen nicht der Fall sein soll??
Ich vermute, daß es Anischampignons waren, die ich in größerer Menge am
Waldrand bzw. knapp im Wald fand.
Der schönste Fund war für mich der Weißrosa Rißpilz (Inocybe whitei), den es
in großen Mengen gab, ein wirklich hübscher weißer Pilz, der sich beim
Älterwerden fleckenweiße rosa verfärbt.
Dann einige kleine Waldegerlinge (Agaricus sylvaticus)
Unmengen an rauchblättrigen Schwefelköpfen (Hypholoma capnoides)
alleine hiervon waren genug für Großfamilien vorhanden, alle knackig frisch
natternstieliger Schwefelkopf (Hypholoma marginatum) (das sind die bitteren
rauchblättrigen Schwefelköpfe mit dem dünnen Stiel ;-))
Unmengen an Nebelkappen (Clitocybe nebularis), unter anderem einen perfekten
wunderschönen Hexenring mit drei Metern Durchmesser. Obwohl ich die nicht
esse, wurde ich diesmal doch etwas in Versuchung geführt, wunderschöne,
knackig feste Pilze, kein Schneckenfraß, keine Maden, wenn nur nicht
dieser Geruch wäre.
Einige lila Rötelritterlinge (Lepista nuda).
viele Fliegenpilze (Amanita muscaria) und Pfefferrröhrlinge (Chalciporus
piperatus).
einige Trompetenpfifferlinge (Cantharellus tubaeformis) immer im Verein mit
dem gelbgrünen Gallertkäppchen (Leotia lubrica), die können manchmal von
oben Trompetenpfifferlingen ziemlich ähnlich sein. Mich wundert es
wirklich, daß da scheinbar wenig Verwechslungen vorkommen, da die
Trompetenpfifferlinge ja oft so zahlreich wachsen, daß man nicht mehr
genau hinguckt.
dann gabs noch die hübschen kleinen Mycena rosella (rosa Helmling), einige
wenige MAronen (Xerocomus badius), einige falsche Rotfußröhrlinge
(Herbstrotfuß, Xerocomus pruinatus), rehbraune Dachpilze (Pluteus
cervinus), Safranschirmling (Macrolepiota rhachodes), graugrüner Milchling
(lactarius blennius) und noch einiges unidentifiziertes mehr.
Leider auch hier keine Hallimasch, die ich doch so gerne mal sauer eingelegt
hätte.
Liebe Grüße
Birgit

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