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Re: Inocybe fulvipes (?)

Violet, (vor 3890 Tagen) @ Violet

Lieber Helmut, liebe Rika, ich gebe nur das wieder, was ich von Bernd gelernt
habe. Er ist DNA-Spezialist. Er hat mich davor gewarnt und schreibt auf
die Exsikkate, von denen er weiß, dass sie Frost bekommen haben, drauf,
dass sie nicht mehr DNA tauglich sind. Vielleicht (oder sogar ziemlich
sicher) machen die eben bei Ötzi und Co viel aufwendigere Dinge, die sich
mit den einfachen Analysen von Pilzen nicht vergleichen lassen - keine
Ahnung !...
Was die alpine Region angeht, so sammeln ja auch die Leute dort nur in den
wenigen Wochen des Jahres, wo man ziemlich sicher sein kann, dass es
keinen Frost gab.
Im übrigen sage ich ja auch nur, was wir machen oder in diesem Fall NICHT
machen. Es steht doch natürlich jedem frei, sich auch mit solchen
Kollektionen abzugeben, die Frost bekommen haben oder vielleicht Frost
bekommen haben. Ich finde jedenfalls, dass die Hutoberfläche bei dieser
einen Kollektion irgendwie seltsam ausschaut.
Also in diesem Sinne noch ein schönes Wochenende, herzlich Ditte

Nachtrag: Im übrigen habe ich ja auch nicht geschrieben, dass man so eine Kollektion nicht mehr analysieren lassen kann, sondern "guten Gewissens". Damit wollte ich sagen, dass WIR uns angesichts der Pionierarbeit, die bei den Inocyben geleistet werden muss, in Sachen DNA-Analyse und Co, mit irgendwie fraglichen oder geschädigten Kollektionen - außer in Ausnahmefällen - nicht auch noch abgeben. Weil wir eben nicht sicher wissen, inwieweit das vielleicht dabei herauskommende Ergebnis stimmt. Wenn die betreffende Kollektion typische Merkmale hat, die Art also aufgrund der Makro- und Mikromerkmale bestimmt werden kann und die Analyse nur eine Befestigung der Bestimmung ist, dann - und das sind eben die Ausnahmen - kann man das machen und machen wir das auch, weil man dann das Ergebnis beurteilen kann.


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