Re: Helvella solitaria - mit Link
Hallo Rika,
ich schreib mal gleichfalls zwischenrein 
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Dass die Gruben-Lorchel sehr variabel sein kann, ist mir durchaus bekannt –
ist hier UmUlmHerum zeitweise ein häufiger Pilz. H. lacunosa sollte aber
außen glatt sein (außer in Randnähe), da widersprechen meine Mikros. Die
Stielrippen von H.l. sind m.E. kantiger, nicht so rund. Andererseits wäre
mir wohler, wenn ich komplette Fruchtkörper gefunden hätte – vielleicht
regnet es ja irgendwann mal wieder und es gibt neue...
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Ja, ich bin auch nicht wirklich überzeugt davon, dass lacunosa eine gute Idee wäre, und das Argument der Außenseite überzeugt natürlich.
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Wenn man H. solitaria zu Leucomelaenae stellen will, dann hat man sich auf
die Beschreibung von KARSTEN verlassen ohne deren Richtigkeit zu
hinterfragen ... was NANNFELDT getan hat und meint, KARSTEN hätte eine
junge H. leucomelaena als solitaria beschrieben – daher auch die
Verwirrung mit der Ascobasis.
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Ja, da hast Du eigentlich Recht (soweit ich das überblicken kann): da
KARSTENS solitaria keine war, ist als nächstes BRESADOLA dran mit seiner
H. queletii für die Rippenstielige Becher-Lorchel.
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Also da KARSTEN die Art beschrieben hat, IST seine solitaria eine solitaria - keine solitaria ist sicherer eine als KARSTENs Aufsammlung, also die Typuskollektion. Und da NANNFELDT ein sehr sehr genauer Mikroskopiker und Ascomycetenkenner war (für mich vielleicht der verlässlichste überhaupt), habe ich keinen Grund dran zu zweifeln, dass solitaria Karsten im ursprünglichen Sinne eine ARt der Leucomelaenae ist, wenn nicht sogar iidentisch mit leucomelaena (wogegen die Befunde von LANDEROS allerdings sprechen).
Und damit ist tatsächlich H. queletii BRESADOLA der wohl nächstälteste Name für diese Art.
Das PDF von LANDEROS et al. schicke ich Dir per Mail.
beste Grüße,
Andreas