Re: "pilzmikroskopie"von bruno erb und weitere fra
Hallo Martin
Ich war vor drei Jahren in der gleichen Situation wie Du und kann somit gut nachfühlen.
Ich hatte das Glück anfangs ein wenig gebrauchtes Mik unseres Vereins (Kaps/Wetzlar) den Winter durch benützen zu können, was mir zum Einstieg in die Grundtechnik verhalf. (Anmerk: Vorbildlich diese Haltung, nicht wahr?) Dabei lernte ich auch gewisse Dinge zu schätzen, wie z.B. eine gute Beleuchtung. Ich habe in Folge die Standardbeleuchtung mit einer Halogenlampe (20W) umgerüstet, was viel brachte.
Die Tatsache, dass zwischen einem Mittelklasse-Mikroskop (800-1200€) und der besseren (meist auch viel teureren > 2000€) Variante eines Spitzenmikroskops Welten bestehen, lernte ich in einigen Kursen und Studienwochen mit erfahrenen Hobbymykologen. (Da kostet ein Objektiv alleine schnell mal soviel wie gutes Mittelklasse-Mik - nur - ob man das wirklich braucht?)
Als Tip möchte ich Dir die Mikrofibel empfehlen, die Du Dir einfach runterladen und ausdrucken kannst:
http://www.weihenstephan.org/~fsrklauhenk/fibel/download.html
Dort findest du wertvolle Tips und ein spezielles Kapitel zum Mikroskopkauf.
Gruss, Michel
PS.
Aus meiner Erfahrung mit einem Phasenkontrastmikroskop (Nikon Labophot), welches ich bei meiner Arbeit in einem Mikrobiologielabor brauche, lernte ich die Phasenkontrasteinrichtung zu schätzen und möchte sie auch bei der Pilzmikroskopie nicht mehr missen! (Man sieht halt ungefärbte, durchsichtige Elemente deutlicher und eben mit Kontrast!!!) Mein jetziges Mik ist eines der Marke Hund (Will V300) mit Halogenbeleuchtung und einem einfachen Phako-kondensor (Platte zum reinschieben, aber nur beim 40 er Objektiv) Ich habe es Occasion für 700 € erstanden, musste aber nochmals 500€ für die Revision aufwenden.
Also, lass Dir genug Zeit und such Dir jemanden, der viel Erfahrung hat, denn es wird viel Ramsch angeboten, wie Du aus den anderen Antworten auch schon entnehmen konntest...