Re: Porlings-Show - Teil 3, von Kazuya
Hallo Kazuya,
Du schreibst:
Weiter gehts mit dem Zimtfarbenen Weichporling (Hapalopilus nidulans), ein
Saprobiont abgestorbener Laubholzäste. Bevorzugt werden unberindete Stämme
und Äste von Hasel, Eiche oder Buche. Der ganze Fruchtkörper ist
einheitlich orangebraun bis freudig orangegelblich gefärbt. Oberseits ist
er feinsamtig bis filzig, auf der Unterseite befinden sich orangefarbene
Röhren mit feinen, rundlichen Poren. Der ganze Fruchtkörper ist biegsam
und wird einjährig. Die Art ist verbreitet und in manchen Gegenden sicher
recht häufig.
Im Zimtfarbenen Weichporling, Hapalopilus nidulans, wurde in neuerer Zeit das Gift Polyporsäure entdeckt. Nach relativ langer Latenzzeit (ca. 12 Stunden) sind nach dem Genuss dieses Pilzes (vermutlich Verwechslung mit dem jung und gebraten essbaren Schwefelporling) folgende Symptome aufgetreten: Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Mattigkeit, Violettfärbung des Urins, Störungen der Leber- und Nierenfunktion.
Siehe dazu auch den Beitrag von Walter Pätzold auf den "Gelben Seiten" der "Zeitschrift für Mykologie" (Dez. 1996):
http://www.dgfm-ev.de/www/de/publikationen/gs_962_fortbildung.php3
Grüße, Karl
P.S.: Deine Fotos sind Spitze!