Re: Getrocknete Deterrimus-Chips...
Man bedenke, die Geschmäcker (auch von Mykologen) sind verschieden und einige
neigen halt eher zu Experimenten von welchen andere abraten. Aber ich bin
auch dafür das man die Geniessbarkeit von Pilzen in den Pilzbüchern etwas
differzierter angeht. Ein mögliches Schema wäre;
Guter Speisepilz = ein wahrer Genuss
Speisepilz = füllt den Magen mit verträglicher Genusskomponente
geniessbar = im Falle einer Hungersnot zum Ueberleben anwendbar
ungeniessbar = man stirbt nicht gerade wenn man versucht in einer Hungersnot
zu überleben, aber keinesfalls ein Genuss
verdächtig = kann helfen zu überleben, allerdings in manchen Fällen
beschleunigt es auch das ableben
giftig = hier sollte man wirklich die Finger davon lassen
tödlich giftig = hier erst recht, ausser man hat das Bedürfnis
Sarkastisch? Mag sein, aber wenn ich so sehe was die Sammler so alles
unbedingt verspeisen möchten und was alles auf meine Pilzkontrolle
angeschleppt wird aber doch eher real. Doch Aufklärung hilft weiter und
meine Sammler sind dabei zu lernen (allerdings stellt sich die Frage
aktuell nicht, da es bei uns keine Pilze gibt. Grüsse aus der
mykologischen Wüste Ostschweiz)
Gruss René
Hallo René,
da es derzeit in Mitteleuropa nicht so nach Hungersnöten aussieht, reicht wohl das einfachere Schema, das sich auch immer weiter durchsetzt:
- Speisepilz = lohnt sich zu sammeln, nach allgemeinem Geschmack - wenn sich für Wenige das Sammeln von Ockertäublingen oder Rotfussröhrlingen lohnt, so ist doch der Mehrheit der erste zu kratzig und der zweite zu schleimig. Eine weitere Unterteilung lohnt nicht: ob der Speisewert von Steinpilzen als gut oder sehr gut oder mit ***** bewertet wird, soll doch jeder individuell herausfinden.
- kein Speisepilz = lohnt sich nicht zu sammeln, oder ist sehr selten und zu schonen.
- giftig = Verzehr kann Beschwerden auslösen
- tödlich giftig = Finger Weg!