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Re: Hamster...!?

Joachim, (vor 8423 Tagen) 881 Beiträge @ EricS

Hallo Erik,
du sprichst mir aus der Seele. Ich habe das Thema "Kiloweise Steinpilze sammeln" schon einmal im Forum angesprochen. Es ist immer wieder interessant "Pilzfreunde" bei Pilzseminaren mit einer Pilzwanderung zu beobachten! Da steht z.B eine Gruppe Steinpilze, so ca. 12 Stück, und schon ist alles vergessen was vorher gelernt wurde. Da wird sich geradezu darauf gestürzt, so als würden die Steinpilze im nächsten Moment Wegspringen. ;-) Das Ende vom Lied, jeder der ganz viele Steinpilze im Korb hat ist der Held. Das klingt dann so: "Oh, sie haben aber viele Steinpilze gefunden, ich habe leider nur einen Steinpilz gefunden, der Rest sind nur Maronenröhrlinge und komisches Zeug" Das komische Zeug sind dann oft Perlpilze. Diese Perlpilze hat man mit viel mühe am Abend vorher erklärt. Aber was soll’s, beim nächsten Seminar wird bestimmt alles besser! ;-)))
Ich vermute in fast jedem Mensch schlummert aus der grauen Vorzeit noch die Angst im Winter nichts zu essen zu haben, also wird gesammelt was das Zeug hält.
Noch ein Satz zu Wiesenchampignons, die 14 Kilo die dort geerntet wurden sind nicht relevant, schlimmer ist es wenn im nächsten Jahr dort Gülle eingebracht wird.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

Hallo zusammen,
vorgeschrieben wird es einem in Deutschlad tatsächlich nicht, wieviele
Egerlinge man (frau) sammeln darf. Persönlich finde ich aber, daß solche
Mengen, wie von Diana angegeben doch einiges zu viel sind.
Drastischeres Beispiel: die Nachbarn unserer Ferienwohnung im Südschwarzwald
bekommen den Hals überhaupt nicht voll. 2000, ein gutes Pilzjahr, hatten
die (zwei Erwachsene und ein Kleinkind) so viele Pilze (DREI Arten,
Pfifferling, Steinpilz & Maronenröhrling) gesammelt, daß sie beide
Stellplätze ihrer Doppelgarage ausräumen mußten, um die Pilze zu trocknen
(kein Witz!!). Sie hatten an einem(!) Wochenende mehrere Zentner Pilze
gesammelt (für DREI Leute, überlegt Euch das mal). Und Jahr für Jahr
geschieht dasselbe, die Ausbeute ist nur und ausschließlich vom Pilzjahr
abhängig, egal ob noch Pilze vom Vorjahr da sind - gesammelt wird wie
wild.
Ich vermute fast, daß es bei manchen Leuten einen inneren Zwang gibt, der es
ihnen verbietet, eßbare Pilze auch mal stehen zu lassen. 2002 gab es in
unserer Ecke (Großraum Freiburg i.Br.) sehr viele Herbsttrompeten - man
hätte sich eine goldene Nase verdienen können, hätte man sie an
Restaurants etc. verkauft. Trotzdem bin ich bei einem Erdbeerkörbchen zum
Trocknen geblieben, der ganze große Rest blieb unangetastet. Wozu alle,
die man auftreiben kann einsammeln?
Das soll jetzt kein Angriff auf die Speisepilzler sein, ich esse auch gerne
Frischpilze. Aber ich bin doch mehr Mykologe denn Mykophage und würde mir
bei manchen Zeitgenossen doch etwas mehr Zurückhaltung und maßvolleren
Umgang mit unserer Mykoflora wünschen.
Viele Grüße,
Eric

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