Re: Bestimmungshilfe
Hallo Kazuya,
Clitocybe brumalis kommt sicherlich auch in Frage, dessen
Haupterscheinungszeit liegt aber im Frühling (Frühsommer). Er kann aber
auch hin und wieder im Herbst, vor allem im Sept. und Okt., erscheinen.
Passend hierzu ist der genabelte Hut, der streifig gerieft ist und eine
ockerbraune Färbung besitzt.
Was mir nicht so passt, sind die Lamellen, die für C. brumalis dunkler sein
sollten.
Du scheinst eine andere Vorstellung von C. brumalis zu haben. Nicht umsonst plädieren die meisten Autoren dafür, diesen Namen als "nomen dubium" aufzugeben. Meistens wurde damit die Art gemeint, die Harmaja als C. marginella neu beschrieben hat, eine Winter-Art mit hellen Lamellen.
Clitocybe georgiana kommt in den Merkmalen schon recht nahe, dann müssten
deine Fk. allerdings einen auffälligen, staub- bis erdartig moderigen
Geruch haben.
Clitocybe vibecina passt mir recht gut, auch die Erscheinungszeit kommt gut
(Sept.- bis Nov.). Diese Art ist ein typischer Bewohner dichter, oft
moosiger Nadelwälder und ist kenntlich an seinen +/- geruchlosen und recht
weichfleischigen Fk. Typisch sind die braune bis graubraune Färbung des
Hutes sowie die weißliche Stielbefaserung auf hell graubraunem Grund. Die
hellen, grauweißlichen Lamellen sind ebenfalls arttypisch.
Beides sind Arten mit dunklen, graubraunen Lamellen (Sekt. Pseudolyophyllum), in die der Fund von Klaus aber sicher nicht hineingehört!
Es gibt in diesem Artenkomplex noch einige weitere, teils schwer bestimmbare
Arten. Man sollte bei solchen Funden immer auch auf den Geruch achten, der
mehlartig, moderig, staubartig oder überhaupt nicht vorhanden sein kann.
Und auch auf Hutriefung, den Farbwechsel bei feuchtem zu abtrocknendem Hut und leider ebenso auch auf die Mikromerkmale .....
Beste Grüße,
Andreas