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Re: Psathyrellafrage im Speisemorchelgebiet

Andreas ⌂, (vor 8237 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Sepp,
bei den Psathyrellas im Frühjahr ist es etwas frustrierend: Fast immer kommt
die Bestimmung des Pilzes als Psathyrella spadiceagrisea heraus! Es dürfte
auch bei Deinem Fund so sein. Die Art ist veränderlich, aber doch sehr auf
das Frühjahr spezialisiert. Auch die Mikromerkmale könnten hinkommen.
Übrigens schöne Fotos.
Viele Grüsse, Markus

Hallo,

fast wortwörtlich dasselbe habe ich mir auch überlegt zu posten (Hupi ist Zeuge!), aber dann doch gelassen, weil die gezeigten Pilze doch ziemlich von der "spadiceogrisea-Norm" abweichen und mich die Bemerkung von "Sporen > 10 µm" stolpern lies. Spadiceogrisea hat Sporen deutlich unter 10 µm, ich glaube sogar max. 8,5 µm (hab keine Literatur zur Hand).
Aber ansonsten muss ich ebenfalls sagen, dass ich schon so viele sehr sehr unterschiedlich aussehende Kollektionen im Frühjahr hatte, die dann doch alle nur spadiceogrisea waren (oftmals von Manfred Enderle nachbestimmt).
Was bei spadiceogrisea mikroskopisch nicht so selten vorkommt ist, dass sich bei einzelnen Cheilozystiden die Spitze gabelförmig teilt. Es sind zwar immer nur wenige Zystiden im Präparat, die man oft lange suchen muss, aber doch meistens vorhanden. Das kenne ich von anderen Arten nicht.

Beste Grüße,
Andreas

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