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Re: Pilzkartierung der DGfM

DieterB, (vor 8176 Tagen) 259 Beiträge @ Ilmtalratz

Hallo Ratz,

Ich beispielsweise habe mich vor einiger Zeit registriert, aber ich habe mit
den geforderten Angaben teilweise Probleme. Meine Funde sind einfach nicht
so genau dokumentiert, als daß sie den Anforderungen gerecht würden. Bis
vor einem Jahr habe ich eigentlich nur für die Küche gesammelt, und
deshalb habe ich keine Angaben über
+ genaues Funddatum bzw. den Zeitraum der Funde
+ Wirte/Substrate/Organe
+ Häufigkeit (außer bei seltenen Arten wie bspw. dem Habichtspilz)
+ Nachweise (Fotos mache ich erst seit letztem Herbst)
+ Fundort (was soll ich da eigentlich eingeben?)

Man gewöhnt sich schnell an, sich zu merken, ob der Pilz im Fichtenwald oder wo auch immer stand, Funddatum ist kein Problem, wenn Du abends die zwei, drei sicheren Funde einträgt, und die Foto-Dokumentation ist Dir ja jetzt möglich.

Des weiteren muß ich meine Unwissenheit gestehen: Ich weiß nicht, wie ich die
Quadranten auf den Meßtischblättern zuordnen soll (habe selbst ganz Bayern
auf CDs 1:25 000 zur Verfügung, jedoch schnittfrei und ohne Zuordnung zu
den einzelnen MTBs). Auch hapert es bei mir mit wissenschaftlichen
(lateinischen) Bezeichnungen - Sprachen im Allgemeinen und besonders
Latein waren nie meine Stärke. Hinzu kommt, daß ich Pilze, die ich nicht
bestimmen kann bzw. die giftig oder ungenießbar sind, grundsätzlich stehen
lasse. Ich kenne weder einen Pilzsachverständigen, noch habe ich selbst
die Ausrüstung (Mikroskop usw.), um eine erweiterte Bestimmung
durchzuführen.

Vielleicht kann ich Dir noch bei der Findung der MTB´s helfen. Man braucht im Grunde nur einmal nachzuschauen, welche Blätter in der Wohngegend zutreffend sind. Das geht so:
Auf http://www.geodaten.bayern.de/ (mit aktiviertem Java) klickst Du im Bereich Direkteinstieg auf Topographische Karten, dort auf TK 25, dann Blatteinteilung und schließlich vergrößerst Du Dir durch Anklicken rechts oben eines der 9 Übersichtsfelder.
Die Unterquadranten für die Notierung sind ja im Kartierungsprogramm eingezeichnet, die Quadranten werden
1 2
3 4
durchgezählt.

Es ist sicher keinesfalls hilfreich, wenn man Mutmaßungen kartiert. Es geht ja nicht darum, jeden Pilz, den man gesehen hat, einzutragen. Aber wenn ich was sicher kenne (und auch z.B. den Laubwald-Pfifferling vom normalen unterscheiden kann), dann werde ich auch solche "Banalitäten" kartieren.

Es ist sicherlich ein interessantes Projekt, jedoch scheine ich in meiner
Gegend der Einzige zu sein, der davon Kenntnis hat (wenn man sich mal die
einzelnen Blätter von den Seiten der DGfM herunterlädt, wie ich es
teilweise gemacht habe, dann ist meine Gegend ein einziger weißer Fleck).
Ob es dann einen Sinn macht, Allerweltsarten (Rotfußröhrling, Maronen,
Egerlinge usw.) einzutragen, nur um diesem weißen Fleck etwas Farbe zu
geben?

Frag doch mal im Forum, ob nicht doch jemand in Deiner weiteren Umgebung wohnt. Du hast schon irgendwie recht, dass Du mit Deinem Eintrag in „weißen“ Bereichen nicht nur Pilze kartierst, es ist immer auch eine Kartierung der Kartierer, aber das ist für mich kein Grund, gar nicht erst anzufangen.

mir ausgegangen: Oft kenne ich nicht mal meine genaue Position, um sie
hinterher in der Karte einzutragen. Für mich ist ein Waldspaziergang
hauptsächlich ein Akt der Erholung. Wenn ich Pilze finde, die ich
fotografieren oder für die Küche mitnehmen kann, dann ist das nur ein
zusätzlicher Anreiz, in den Wald zu gehen - aber nicht die Hauptsache.

Das ist bei mir meist auch der Anlass, aber man macht keine Spaziergänge über die Fläche mehrerer Messtischblätter. Und ich fühle mich nicht gezwungen, bis in die vierte Stufe Unterquadranten zu benennen.

Viele Grüße
Dieter

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