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P. ostreatus var. praecox

Peter K., (vor 8169 Tagen) @ interhias

Erstmal Danke für eure Hinweise!

Hallo Hias,

probiere doch einmal den SV-Test bei deinen Funden auf dem Hut aus.
(Sulvovanillin- Etwas Vanillin mit H2So4 mischen und aufbringen)

Ein weiteres Merkmal kann der leicht süßliche Geschmack sein (vor dem Braten!)

Es könnte sich bei deinem Fund gut um die Sommerform des Austernseitlings handeln. Die wird im LUDWIG unter Nr. 69.4 abgebildet und beschrieben.
Gestern habe ich auch gut 50 FK an einem Buchenstamm gefunden.
Meine Bilder sind vom letzten Sommer an gleicher Stelle.

http://mitglied.lycos.de/fungi82131/ostreatusSVTestK.jpg

http://mitglied.lycos.de/fungi82131/ostreatus.jpg

Gruß, Peter

In einem netten Schwammerlbuch von Schmid und Helfer (1995) fand ich
folgenden Hinweis auf die Art Pleurotus pulmonarius: "... die
Fruchtkörper, die Sie beim Kaufmann als Austernpilz ... erwerben, sind
keine Austernseitlinge im ganz strengen Sinn. Industriell gezüchtet wird
nämlich in der Regel ein nah verwandter Pilz, der Löffelförmige Seitling,
von der Wissenschaft Pleurotus pulmonarius genannt. Er ist meist etwas
anders gefärbt als der wirkliche Austernseitling, aber in Zweifelsfällen
weder äußerlich noch unter dem Mikroskop sicher von ihm zu unterscheiden,
...
Einen für die Austernpilzerzeuger sehr wichtigen Unterschied gibt es aber
doch: Der Löffelförmige Seitling ist kein Spätherbstpilz, sondern
bevorzugt deutlich höhere Temperaturen, weshalb er manchmal auch als
"Sommertyp des Austernpilzes" bezeichnet wird. Mit dem Frost,
den sein Verwandter unabdingbar benötigt, um Fruchtkörper zu bilden, kann
er überhaupt nichts anfangen. Dem Züchter erspart das immerhin den Bau von
Gefrierhäusern."
Diese Theorie würde zu Elfis Hinweis auf die Züchter passen.
Dass Pleurotus cornucopiae, wie Markus anmerkt, gewöhnlich in Tieflagen
wächst (laut Krieglsteiners "Großpilze ..." kommt er über 400 m
kaum noch vor), spricht gegen diese Bestimmung, da der Fundort bei München
ca. 620 m hoch gelegen ist.
Es darf also weiter gerätselt werden. Eins ist aber gewiss: Egal, um welche
Art es sich bei diesen Pilzen handelt, sie schmecken hervorragend!
Grüße aus München
Hias

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