Re: Nein
Aber rubellus hat auch die eher gedrungenen Sporen.
Das sag ich ja unten: eher noch gedrungener.
Ja, stimmt, man sollte halt immer erst mal zu Ende lesen ....
Aber X. rubellus ss. str. kommt ja bei pilzmel's Fund, um den es hier geht, nicht in Frage.
Meinst Du? Ich denke gerade das Gegenteil, nämlich dass es sich hier um X. rubellus handelt. Zumindest wenn man das breite Spektrum das SIMONINI & LADURNER präsentieren akzeptiert. Schau Dir mal in Fungi europaei 9 auf Seite 355 das obere Bild an. Das ist 100%ig genau Pilzmel's Fund!
Stickstoffhaltiger ja, aber humoser stimmt meiner Erfahrung nach nicht. Ich
kenne communis eher von hageren, flachgründigeren Stellen (Magerrasen,
Eichen-Hainbuchenwald auf Sandstein), zumeist allerdings an Wegrändern,
Rändern von Holzschälplätzen o.ä. kleinräumig N-angereicherten Plätzen.
Humos kann ich eher von rubellus behaupoten, den ich z.B. des öfteren im
faulen Laub von zeitweise trockenfallenden Gräben finde (es ist nicht
ripariellus!).
Wenn sich unsere Standort-Erfahrungen in dem Punkt so überschneiden, spricht das ja für die Eine-Art-Version. Komischerweise finde ich X. communis eher in faulem Laub zwischen Brennesseln, während X. rubellus bei mir tendenziell eher ein "Rasenpilz" ist (es gibt aber auch die umgekehrten Fälle, das stimmt). Dieser Unterschied bei unseren Beobachtungen kann Zufall sein und vielleicht auch an der individuellen Wahrnehmung bzw. am "Suchverhalten" liegen.
Tja, auf Bollmann's Friedhof kommen ziemliche Menge von ?rubellus im Gras vor, manchmal schön rot, aber manchmal auch fast ohne rote Hüte. Orange Punkte in der Stielbasis sind vorhanden. In einem Jahr würde man sie unbesehen als rubellus ansehen, im anderen als communis. Ich denke dennoch, dass das alles rubellus ist. Die können ja auch einheitlich braun sein (werden?).
Mir fiel halt auf, dass die beiden Sippen zumindest bei mir in Unterfranken deutlich verschiedene Areale aufzuweisen scheinen. X. rubellus ist (ähnlich wie B. pulverulentus) in den Eichen-Hainbuchenwäldern der Fränkischen Platte ausgesprochen selten, während X. communis gerade dort (vor allem an den N-beeinflussten Waldrändern) weit verbreitet ist und dort gern zusammen mit X. porosporus vorkommt. In den wärmeren Tieflagen (Flußauen) des Buntsandsteingebiets, in Parks u. ä. finden sich die vier genannten Arten gerne wieder zusammen.
Beste Grüße, Andreas