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Re: Klarstellung

Gerd-A, (vor 8083 Tagen) 368 Beiträge @ 1001

Hallo 1001

Ich denke du verstehst mich vielleicht etwas falsch. Eigentlich wollte ich
äussern, dass
-ich DENKE wenn bei einem Steinpilz-Massenvorkommen es der Natur nicht
schadet, wenn man etwas mehr Pilze mittnimt als sonst.
-ich Schweizer bin und auch in der Schweiz sammle, kenne ich die Deutschen
Pilzsammelbeschränkungen nicht allzu gut.
-ich NICHT sagen will, dass es nicht gegen das Gesetz verstösst wenn jemand
5kg Steinpilze nach Hause bringt. Meiner MEINUNG nach nur, beinträchtigt
es die Natur weniger als wenn das Biotop der Pilze dur
Umweltverschmutzung, Kahlschlag etc... zerstört wird.
-ich NICHT 5kg oder mehr Steinpilze sammle.

Evtl. habe ich Dich falsch verstanden und Deinen Beitrag etwas voreilig als "Aufforderung zur rücksichtslosen Entnahme von Pilzen" beurteilt.

---> Deine hier vorgestellte Argumentation kann ich natürlich sehr gut nachvollziehen:

(1) Es ist durch Langzeitstudien (über 10 Jahre alter Zwischenbericht aus der Schweiz, der Endbericht ist in Bearbeitung) bekannt, dass durch das Sammeln von Fruchtkörpern (gleichgültig, ob abgeschnitten oder rausgehebelt) bei den meisten Pilzarten keine statistisch signifikante Reduzierung der Fruchtkörperbildung beobachtet wurde. Und im Endbericht, so hat mir vor wenigen Monaten der Autor mitgeteilt, wird es dazu auch kaum neue "überraschende" Ergebnisse geben.

(2) Als Schweizer, der nur in der Schweiz sammelt, brauchen Dich Deutsche Sammelbeschränkungen natürlich nicht zu interessieren. Übrigens, in der BRD geht es um Pilzarten (dazu gehört auch der Steinpilz, obwohl der in keiner mir bekannten "Roten Liste" auftaucht), die nach Meinung des Gesetzgebers besonders schützenswert sind. Und der Steinpilz ist danach eine der "schützenswerten" Arten, bei denen eine Entnahme "in geringen Mengen für den eigenen Bedarf" (für mich "weder Fisch noch Fleisch") zulässig ist.

(3) Ob einer "vorsätzlich" Gesetzesverstöße in Kauf nimmt, muss jeder mit sich selbst ausmachen. Muss sich dann aber nicht wundern, wenn er irgendwann dabei erwischt wird:
- Ob diese Gesetze/Verordnungen überhaupt sinnvoll sind, dass ist ein völlig anderes Thema.
- Und natürlich hast Du völlig recht, wenn Du Biotopveränderungen als Hauptschuldigen für den Artenrückgang (nicht nur bei Pilzen) an den Pranger stellst.

---> Genau darauf, auch auf das typische Verhalten eines "normalen" Pilzsammlers, bin ich in Beiträgen zu eingegangen

(4) Es ehrt Dich, dass du keine 5 kg oder mehr Steinpilze bei einem Waldgang sammelst.

- Frage:
* Liegt das daran "breites Grinsen", dass Du keine so ergiebigen Sammelplätze kennst (vergleiche dazu auch Deinen vorherigen Beitrag) oder an Deiner Überzeugung, auch anderen Sammlern etwas übrig zu lassen ???

Grüße und in Zukunft mehr Erfolg bei der Steinpilzsuche wünscht Dir
Gerd

PS.:
- Übrigens, bei der Suche nach neuen Steinpilzplätzen kann ich nur empfehlen zuerst die auffälligeren Fliegenpilzen zu suchen. Denn die haben die gleichen Standortansprüche (Säuregehalt des Bodens, Mykorrhizapatner) wie Steinpilze.

- Und, wenn man dann Fliegenpilze gefunden hat, dann erst die Umgebung nach Steinpilzen absuchen.

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