Re: Moorbirkenpilz? Und andere Fragen
Hallo Thomas,
Dein Foto läßt sich nicht öffnen!
Da ich totaler Anfänger bin, kann ich Dir bei Deinen Fragen überhaupt nicht helfen. Sorry.
Viel Glück weiterhin,
Lexi2,5
Moin zusammen,
wir waren gestern in einem so genannten „Naturausgleichsgebiet“ Pilze suchen.
Das ist ein ehemaliges Kiesabbaugebiet, das geflutet wurde. Es besteht aus
einer Reihe kleinerer Teiche mit moorigen, moosbedeckten Ufern und einem
Gürtel aus Birken und Salweiden. Neben bestimmt 10 Ringelanntern, von
denen die größte gut einen Meter lang war, fanden wir auch diesen Pilz:
Aufgrund seiner schmächtigen Statur und seines etwas anderen Aussehens (z. B.
wesentlich blasserer Hut als der des Birkenpilzes) gegenüber den
reichlichen Birkenpilzen (Krombholziella scabra) und Buntfärbenden
Birkenpilzen (K. variicolor) habe ich ihn als „Moorbirkenpilz“ (K.
holopus) bestimmt.
Kommt das hin?
Nächstes Thema: Systematik!
Daneben fanden wir noch reichlich Gelbblättrige Ritterlinge (Tricholoma
fulvum), Rotbraune Milchlinge (L. rufus) und, wenn ich alles richtig
bestimmt habe, auch den Moosmilchling (L. omphaliformis).
Mykologisch gesehen, scheinen diese paar Hektar bei Hennstedt in Dithmarschen
ziemlich interessant zu sein.
In einem Pilzbuch aus der DDR (Michael, Hennig, Kreisel: „Handbuch für
Pilzfreunde“, VEB G. Fischer-Verlag, Jena, 1983) fand ich einen Pilz, der
sich „Möhrling“, „Hartpilz“ oder „Doppelring-Trichterling“ nennt. Auf
schlau: Catathelsama imperiale, (Quel. 1872) Sing. 1941.
Der ist ein paar Mal hin und her revidiert worden. Unter Synonyme steht er
auch als: • Agaricus imperiale (Fr. in Lund 1846 non Batsch 1873)
• Armillaria imperialis (Fr.) Quel. 1872
• Biannularia imperialis (Fr.) Beck 1922 und
• Clitocybe imperialis (Fr.) Ricken 1915
Diesen wohl sehr leckeren Pilz kenne ich durchaus NICHT! Wer kann da
weiterhelfen?
Im selben Buch stieß ich auf eine Ungereimtheit mit meinem Bon: Der Fuchsige
Rötelritterling (Lepista inversa) (Scop.) Pat. ((Clitocybe inversa, auct))
aus dem Bon wird in dem DDR-Buch geführt als: „Fuchsiger
RötelTRICHTERLING“ (Lepista flaccida (Sow. 1799 : Fr. 1821) Pat 1887.
Unter Synonyme findet man aber auch den Namen „Lepista inversa“.
Die Beschreibungen ähneln sich aber. Wer hat sich hier verschrieben?
Grüsslis
Thomas