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Lepista flaccida - 2 Fragen

Patty, (vor 8063 Tagen)

Hallo,

Also ich habe gestern im Wald unmengen von diesen Pilzen gefunden die ich zu Hause als Lepista flaccida (Fuchsiger Röteltrichterling) identifiziert habe.
Dazu nun 2 Fragen:

1. Bin mir ziemlich sicher, dass es sich um diesen Pilz handelt, anhand von 5 Büchern bestimmt. Kann es trotzdem sein, dass ich was übersehen habe, gibt es Giftipilze die mit dem verwechselt werden könnten und wenn ja welche, damit ich das nochmal gegenchecken kann?

2. Sollte es sich wirklich um Lepista flaccida handeln, wie ist der vom Speisewert her einzuschätzen? Hat jemand Erfahrung damit, welche Zubereitungsart eignet sich am besten?

Danke für die Antworten.
Gruß Patty

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Re: Lepista flaccida - 2 Fragen

Andreas ⌂, (vor 8063 Tagen) @ Patty

Hallo Patty,

Dazu nun 2 Fragen: 1. Bin mir ziemlich sicher, dass es sich um diesen Pilz
handelt, anhand von 5 Büchern bestimmt. Kann es trotzdem sein, dass ich
was übersehen habe, gibt es Giftipilze die mit dem verwechselt werden
könnten und wenn ja welche, damit ich das nochmal gegenchecken kann?

Es gibt eine ganze Reihe ähnlich aussehender, teils ziemlich giftiger Pilze. Das kommt natürlich auf deinen Kenntnisstand an und auch auf die gegend in der Du wohnst. Auf alle Fälle gibt es einige sehr ähnliche Trichterlingsarten, von denen manche eßbar, andere aber auch giftig sind, bei manchen weiß man es auch nicht genau.
Extrem ähnlich wäre z.B. Clitocybe amoenolens, die das inzwischen doch ziemlich bekannte und sehr schmerzhafte Acromelalga-Syndrom hervorruft. Dabei hat man dann wochen- bis monatelang starke Schmerzen in Armen und Beinen die nur durch ständige Kühlung mittels Eiswasser halbwegs erträglich gemacht werden können. Es gab schon Todesfälle. Die Clitocybe amoenolens ist zwar ein mediterraner Pilz der bislang in unseren Breiten nicht aufgetaucht ist, aber es kommen immer mehr wärmeliebende Pilze immer weiter in den Norden, es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein bis die Art auch in Deutschland zu finden ist.
Ähnlich ist sicherlich auch Rhodocybe gemina - allerdings hättest Du Dich dann zu Deinem Vorteil getäuscht.

2. Sollte es sich wirklich um Lepista flaccida handeln, wie ist der vom
Speisewert her einzuschätzen? Hat jemand Erfahrung damit, welche
Zubereitungsart eignet sich am besten?

Von zweifelhaftem Wert. Manche Pilzberater lehnen die Freigabe dieses Pilzes prinzipiell ab, weil er bisweilen nicht gut vertragen werden soll. Ich persönlich habe ihn früher immer ganz gerne mit ins Essen gemischt, weil die jungen Pilze meist so sauber wachsen dass man sie nicht putzen muss ....

beste Grüße,
Andreas

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Re: Lepista flaccida - 2 Fragen

Patty, (vor 8063 Tagen) @ Andreas

Hallo Patty,
Es gibt eine ganze Reihe ähnlich aussehender, teils ziemlich giftiger Pilze.
Trichterlingsarten, von denen manche eßbar, andere aber auch giftig sind,
bei manchen weiß man es auch nicht genau.
Extrem ähnlich wäre z.B. Clitocybe amoenolens, die das inzwischen doch
ziemlich bekannte und sehr schmerzhafte Acromelalga-Syndrom hervorruft.

Die Clitocyben aus meinen Büchern habe ich eigentlich alle aus versch. Gründen ausschließen können, aber ich werde noch mal gezielt nach amoenolens schauen.

Ähnlich ist sicherlich auch Rhodocybe gemina - allerdings hättest Du Dich
dann zu Deinem Vorteil getäuscht.

Zu meinem Vorteil täusche ich mich gerne, werde das trotzdem noch mal nachprüfen.
Danke für die Hinweise.

Von zweifelhaftem Wert. Manche Pilzberater lehnen die Freigabe dieses Pilzes
prinzipiell ab, weil er bisweilen nicht gut vertragen werden soll. Ich
persönlich habe ihn früher immer ganz gerne mit ins Essen gemischt, weil
die jungen Pilze meist so sauber wachsen dass man sie nicht putzen muss
....

Dass war wohl unterbewusst auch bei mir der Hauptgrund, sooo schön sauber! Nach meiner ersten "Krause-Glucke-Erfahrung" bin ich was Pilze putzen betrifft erst mal bedient ;-) (aber lecker war's trotzdem, auch wenns noch ein bisschen geknirscht hat ab und zu ;-))

beste Grüße, Andreas

dankbare Grüße, Patty

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Re: Lepista flaccida interessanter Thread unten…

Thomas Pruß, (vor 8063 Tagen) @ Andreas

…zwischen Boletus und mir (Ab Beitrag 70371).
Zur genießbarkeit stand in dem DDR-Buch, dass er „scharf gebraten einen angenehmen, leicht bitterlichen Geschmack habe“, es jedoch „aus der CSSR Meldungen über Unverträglichkeiten“ gäbe. Bon schreibt von Unverträglichkeiten in Verbindung mit Alkohol.
Grüsslis
Thomas

Hallo Patty,
Es gibt eine ganze Reihe ähnlich aussehender, teils ziemlich giftiger Pilze.
Das kommt natürlich auf deinen Kenntnisstand an und auch auf die gegend in
der Du wohnst. Auf alle Fälle gibt es einige sehr ähnliche
Trichterlingsarten, von denen manche eßbar, andere aber auch giftig sind,
bei manchen weiß man es auch nicht genau.
Extrem ähnlich wäre z.B. Clitocybe amoenolens, die das inzwischen doch
ziemlich bekannte und sehr schmerzhafte Acromelalga-Syndrom hervorruft.
Dabei hat man dann wochen- bis monatelang starke Schmerzen in Armen und
Beinen die nur durch ständige Kühlung mittels Eiswasser halbwegs
erträglich gemacht werden können. Es gab schon Todesfälle. Die Clitocybe
amoenolens ist zwar ein mediterraner Pilz der bislang in unseren Breiten
nicht aufgetaucht ist, aber es kommen immer mehr wärmeliebende Pilze immer
weiter in den Norden, es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein bis die
Art auch in Deutschland zu finden ist.
Ähnlich ist sicherlich auch Rhodocybe gemina - allerdings hättest Du Dich
dann zu Deinem Vorteil getäuscht.
Von zweifelhaftem Wert. Manche Pilzberater lehnen die Freigabe dieses Pilzes
prinzipiell ab, weil er bisweilen nicht gut vertragen werden soll. Ich
persönlich habe ihn früher immer ganz gerne mit ins Essen gemischt, weil
die jungen Pilze meist so sauber wachsen dass man sie nicht putzen muss
....
beste Grüße,
Andreas