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Re: Lepista flaccida interessanter Thread unten…

Thomas Pruß, (vor 8072 Tagen) 2.707 Beiträge @ Andreas

…zwischen Boletus und mir (Ab Beitrag 70371).
Zur genießbarkeit stand in dem DDR-Buch, dass er „scharf gebraten einen angenehmen, leicht bitterlichen Geschmack habe“, es jedoch „aus der CSSR Meldungen über Unverträglichkeiten“ gäbe. Bon schreibt von Unverträglichkeiten in Verbindung mit Alkohol.
Grüsslis
Thomas

Hallo Patty,
Es gibt eine ganze Reihe ähnlich aussehender, teils ziemlich giftiger Pilze.
Das kommt natürlich auf deinen Kenntnisstand an und auch auf die gegend in
der Du wohnst. Auf alle Fälle gibt es einige sehr ähnliche
Trichterlingsarten, von denen manche eßbar, andere aber auch giftig sind,
bei manchen weiß man es auch nicht genau.
Extrem ähnlich wäre z.B. Clitocybe amoenolens, die das inzwischen doch
ziemlich bekannte und sehr schmerzhafte Acromelalga-Syndrom hervorruft.
Dabei hat man dann wochen- bis monatelang starke Schmerzen in Armen und
Beinen die nur durch ständige Kühlung mittels Eiswasser halbwegs
erträglich gemacht werden können. Es gab schon Todesfälle. Die Clitocybe
amoenolens ist zwar ein mediterraner Pilz der bislang in unseren Breiten
nicht aufgetaucht ist, aber es kommen immer mehr wärmeliebende Pilze immer
weiter in den Norden, es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein bis die
Art auch in Deutschland zu finden ist.
Ähnlich ist sicherlich auch Rhodocybe gemina - allerdings hättest Du Dich
dann zu Deinem Vorteil getäuscht.
Von zweifelhaftem Wert. Manche Pilzberater lehnen die Freigabe dieses Pilzes
prinzipiell ab, weil er bisweilen nicht gut vertragen werden soll. Ich
persönlich habe ihn früher immer ganz gerne mit ins Essen gemischt, weil
die jungen Pilze meist so sauber wachsen dass man sie nicht putzen muss
....
beste Grüße,
Andreas

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