Re: Gifthäubling und Hallimasch
Heute ist Experimentiertag. Grad eben hab ich zum ersten Mal Stockschwämmchen
verkostet, in der Suppe. Wirklich lecker. Solltet ihr morgen nichts mehr
von mir hören, dann waren's Gifthäublinge, tja ...
Hallimasch wollte ich eigentlich auch zum ersten Mal verwenden, aber ich
hab's dann doch gelassen, weil ich die schuppigen Büschelpilze, auf die
ich heute stieß, nicht einwandfrei identifizieren konnte. Zwar entsprachen
sie von Bild und Beschreibung her sehr genau dem Hallimasch, allerdings
mit zwei kleinen Fehlern: Die Hutränder waren leicht aber deutlich gerieft
und die Fruchtkörper um einiges zu klein, nur so 3 - 4 cm im
Hutdurchmesser. Gibt es so kleine Hallimasch?
Ansonsten wachsen die Schwammerln bei dem Soachwetter nicht übel hier im Raum
München. Auffallend ist, daß einige Arten fast einen Monat früher wachsen
als sonst. Zum Bleistift gibt es schon seit vorletzter Woche
Rötelritterlinge und massenhaft Reizker.
Hoffentlich bis bald.
Interhias
Hi Hias,
Eine leichte Hutrandreifung ist zumindest bei der Hallimaschart von Fichenstümpfen (A. ostoyae) normal. Vor allem wenn sie noch durchfeuchtet sind sieht man das ganz gut. Die Größe geht auch in Ordnung. Meist ist es so, dass die Hüte um so größer sind je weniger Einzelpilze im Büschel wachsen.
Beas Geschmackstest ist gar nicht schlecht. Den Gifthäubling (Galerina marginata) erkennt man übrigens daran, dass er deutlich mehlartig schmeckt. Wie der Mairritterling, nur nicht so extrem. Bitte nur kauen und wieder ausspucken, ist ja klar, oder.
Gruß,
Andreas