Re: Z. Beobachtung v. coprophilen Pilzarten v. Kaz
Hallo Andreas,
das mit den riesigen Sporen lässt mich gerade aufhorchen.
Im vergangenen Jahr beim Mikroskopier-Kurs in Hornberg hat uns Walter Pätzold
den kleiigen Kotling (Ascobolus furfuraceus) gezeigt und der wurde
natürlich auch mikroskopiert. Hat ja sehr interessante Sporen. Dabei
entdeckten ThomasHofheim (der auch im Forum mitschreibt) und ich im
Mikroskop aber auch Schläuche mit Sporen die so gigantisch waren, daß sie
jedenfalls zu einer anderen Art gehören mussten.
Es hatte niemand eine Idee, was es hätte sein können, vielleicht war es der
von Dir jetzt genannte Ascobolus immersus.
Gruß Jens
Dann kannst Du
hallo Jens,
Ascobolus immersus ist meines Wissens die einzige Ascobolus-Art, bei der die Sporenbeschreibung *gigantisch* absolut passt. A. immersus und A. furfuraceus findet man häufig zusammen auf einem Kuhfladen. Die Sporen messen bis zu 60 µm (oder knapp darüber) und haben auf ihrer Oberfläche meistens eine oder mehrere, längs verlaufende Rillen, die unter dem Mikro etwas heller erscheinen als der Rest oder Oberfläche. Ähnliche, ebenfalls in der sekt. Dasyobolus befindliche Arten wie A. elegans oder A. stictoideus weisen sehr viel kleinere Sporen auf und scheinen zudem etwas seltener zu sein (A. immersus ist auch für mich die bei weitem häufigste Ascobolus-Art).
Beste Grüße,
Kazuya