Re: Rätsel: 9 Schleierling - trotzdem lösbar! (830
Hallo Andreas,
bei mir sind Cortinarien sehr selten( habe bisher etwa 15 Arten kartiert incl. Dermocybe, die zum Teil Wöldeckes bestimmt haben )und von den vorgestellten kenne ich nur sicher 1 C. armillatus als Birkenbegleiter ( RL 3F,2H ) und 3 C. anomalus in bodensaueren Eichenmischwäldern, alles andere wäre geraten.
Reihe mich also unter fernerliefen ein.
Gruß Detlef
Hallo,
wie schon mal im Winter habe ich mal wieder ein Rätsel zusammengestellt,
abgestuft nach Schwierigkeitsgrad.
Diesmal sind Schleierlinge dran, die aber nicht alle schleierhaft sind. Und
weil's so viele davon gibt, habe ich mich auf den Buchstaben "a"
beschränkt. Alle gesuchten (lateinischen) Artnamen fangen also mit
"a" an. Das sollte schon eine Hilfestellung sein.
Ich verspreche auch, dass dies nicht der Anfang einer Fortsetzungsserie
"b", "c", .... wird *ggg*
Aber wie man hoffentlich sehen kann, sind auch Schleierlinge schöne Pilze!
Viel Spass beim Raten, ich gebe wenn möglich auch zu jedem Bild noch einen
kurzen Tipp.
1. Einfach
Einer der bekanntesten Schleierlinge wohl überhaupt. Mykorrhizapartner ist
die Birke.2. auch noch recht einfach
Zwar haben den sicher viele noch nicht gesehen, aber die Art ist so
charakteristisch, dass man sie trotzdem erkennen kann. Mykorrhizapartner
ist im Südwesten vor allem die Weißtanne, außerhalb des Tannenareals
Buche.3. schon schwieriger
hat man sich in diese Art mal eingesehen, dann erkennt man sie recht häufig
(gell, Harald-Andres). Sie ist verbreitet in eher sauren Nadelwäldern
4. ebenfalls nicht so ganz einfach
aber denjenigen, die das Glück haben Buchenwälder auf Kalk und Keuperlehmen
in ihrem Revier zu haben sicher schon mal begegnet. Er soll einen
angenehmen Geruch haben, den ich aber noch nie richtig wahrnehmen konnte.
Die Huthaut ist bitter.5. recht schwierig
Telamonien - örks! Aber manche sind nicht nur hübsch, sondern auch
bestimmbar. Kennzeichen dieser Art sind die tief violettschwärzlichen
Farben, das reichliche Velum, der nicht schuppige Hut und der Standort in
feuchten Stellen unter Erlen.6. schwierig
Noch ne Telamonie .... Aus dem sauren Nadelwald, von trocken bis nass, aber
stets nährstoffarm vorkommend. Kennzeichnend ist der
"strubbelige" Hut, der auch namensgebend für ein älteres Synonym
dieser Art war.7. schwierig
Ein Klumpfuß aus den basenreichen Laubwäldern. Anhand nur des Bildes
natürlich schwierig zu bestimmen, man braucht dann noch Sporenmaße (banal,
9-12 x 5-6,5 µm) und auch die Reaktion mit KOH dazu (Hut: rotbraun,
Fleisch: weinrot).
Bis vor kurzem war dies noch eine Sammelart mit ein oder zwei weiteren nun
eigenständigen Arten.8. schwierig
Eigentlich nicht schwer erkennbar, aber schwierig zu entscheiden, ob das eine
gute Art ist oder eine Varietät oder gar nur eine extreme Farbvariante von
Pilz 3.9. gemein, fies und schwer
Ein recht charakteristischer Pilz, der gar nicht so selten ist, zumindest in
Baden-Württemberg. Es handelt sich um ein Phlegmacium, obwohl das Ding ja
eher nach einer Sericeocybe ausschaut. Standort sind bodensaure
Nadelwälder, auch recht feucht (aber nicht im richtigen Sphagnummoor). Die
Art wurde schon mit vielen Namen belegt und so richtig klar sind die
Verhältnisse in dieser Gruppe wohl immer noch nicht. Nach der Schlüsselung
der französichen Schule kommt man aber zu einem recht klaren Ergebnis.
Na, kennt jemand den gesuchten Namen oder eine der verwandten/synonymen?Viel Spaß und jeder der 3 oder mehr richtige hat sollte unbedingt an meinen
Hobbymykologenkurs mit Schwerpunkt Cortinarius diesen Oktober teilnehmen
*breitgrins*
beste Grüße,
Andreas
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). Sie ist verbreitet in eher sauren Nadelwäldern