Re: Champignons und Knollenblätterpilze
Hallo Zusammen,
gerade in letzter Zeit sind einige Beiträge zu Pilzvergiftungen mit
Knollenblätterpilzen zu lesen.
Und es wundert mich nicht!
Wie häufig werden wir angesprochen: "...ach, Sie sammeln Pilze, und dann
noch so viele verschiedene? Damit kenne ich mich nicht aus. Ich sammele
NUR Champignon!"
Dann sträuben sich mir die Haare und ich warne eindringlich davor!
Champignons sammeln wir (noch) nicht. Die Verwechslungsgefahr ist uns
einfach zu groß und wir sammeln immerhin etwa 30 Arten. Auch darauf kann
man die Leute ruhig hinweisen, dann folgt: "Wir sammeln die schon
lange und kennen die Champignons".
Tja, vielleicht sind unsere Sorgen ganz unbegründet?
Sicheres Sammlerglück wünscht Euch
Elli
Hallo zusammen,
ein Ereignis vor "Jahrzehnten" hat sich in mein Gehirn eingebrannt. Die Großeltern eines sehr guten Freundes leben in Bayern in einer kleinen Gemeinde, wo das Pilze suchen bei vielen Familien über Generation üblich ist. In einem Jahr kam es bei drei Familien (es soll sich um Pilzesammler mit langjährigen Erfahrungen handeln) zu insgesamt sieben Todesfällen. Allesamt ausgelöst durch Knollenblätterpilze, denen durch eine Mutation die "Knolle" gefehlt haben soll (ohne Gewähr!,ist zumindestens mit so berichtet worden..und zum Nachfragen war ich damals zu jung). ...seitdem ist der Waldchampignon für mich Tabu, obwohl ich mir einbilde diesen eindeutig bestimmen zu können.
Dass es drei (!) Familien erwischt hat, die auch noch alle eine familiäre Tradition im Pilzesammeln vorweisen konnten (bzgl. der Bezeichnung "Pilzexperte" bin ich etwas vorsichtig geworden) hat mich doch etwas nachdenklich gestimmt. Alle anderen mir bekannten Fälle hatten beim genaueren Nachfragen in der Regel etwas mit Leichtsinn/Unkenntnis zu tun.
Ansonsten ist das einzige Malheur, dass ich von Seiten -nach Selbstdefinition erfahrender- Pilzsucher gehört haben der Verzehr bzw. dann Nicht-Verzehr von Gallenröhrlingen.
Gruß
Wolfgang