Re: Frage bzgl. Maronen-Phänotyp
Hallo Wolfgang,
Das von Dir dargestellte Phänomen kenne ich auch. Die
"Glipschi-Form" hat nach meinen Beobachtungen eine spätere
Erscheinungszeit als die "Knacki-Form" (Mitte Oktober). Der
Standort meiner "Glipschi-Formen" kurz umrissen: Sinkerfeuchter
Fichtenforst mit eingestreuten Tannen, dicker und dichter Moosauflage und
viel Farn (Wurmfarn), der Untergrund ist lehmig +/- tiefgründig (Molasse)
und Kalkflüchter wachsen dort (Roter Fingerhut) - ich schätze mal +/-
oberflächlich abgesäuert. Vielleicht handelt es sich bei der Glipschi-Form
(der Name gefällt mir solangsamum eine "Erscheinungs"-Form
(Phänologie) oder um eine "PH-Varietät".
Grüßle
Juergen
Hallo Jürgen,
das mit dem Standort (feuchter Fichtenforst mit viel Moos und Farn) hatte ich auch schon beobachtet, ist aber nicht immer konsistent. In diesem Jahr habe ich beide Phänotypen nebeneinander in einem hohen Fichtenwald mit viel Moos und teilweise Gras (und ohne Farne) gefunden; aufgrund der starken Niederschläge war der Boden ziemlich feucht. Die "Glipschi" Form war häufig neben Gräsern zu finden, die "Knacki-Form" im offenen Gelände. Die "Knacki-Form" finde ich ansonsten häufig in lichten Buchenwäldern. Bzgl. der Erscheinungszeit konnte ich noch keine Unterschiede feststellen.
Gruß
Wolfgang
um eine "Erscheinungs"-Form