Re: OT: Mykorrhiza und Standort
Hallo Eric,
Boletales erscheinen öfter mal (und auch öfter als andere Mykorrhiza-Pilze)
an solch ungewöhnlichen Standorten, die an deren symbiontischer
Lebensweise zweifeln lassen. Maronen-Röhrlinge wachsen z.B. sehr oft auf
morschen Stümpfen. In den letzten beiden Monaten habe ich auch wieder zwei
E-Mails bekommen, in denen Pilze aus dem Mauerwerk im Hauskeller gewachsen
sind. Ergebnis: einmal Xerocomus sp. und einmal Scleroderma sp. .
Solche "Hilfe: Pilz im Keller"-Mails betrafen bisher mit
Ausnahme des "Mauerbecherlings" (wenn das überhaupt was eigenes
ist...) immer nur Mitglieder der Boletales (incl. Echter Hausschwamm [
Serpula lacrimans ]). Eine Erklärung habe ich dafür leider auch nicht, es
wäre aber mal interessant zu wissen, was dahinter steckt.
Also was die Pilze in Mauern angeht, kann ich berichten, daß wir in Hornberg mal einen Xerocomus (vermutlich war es rubellus, Christoph hat den bestimmt) im Keller des Wirtshauses auf dem Fohrenbühl hatten. Und direkt oberhalb steht eine alte Linde - da ist es doch nicht verwunderlich, wenn eine Verbindung Wurzeln - Mycel besteht und diese sich halt auch auf das Mauerwerk erstreckt.
Bei vermorschtem Holz kann ich mir auch gut eingewachsenes Mycel vorstellen, das aber sicherlich in Verbindung mit den Baumwurzeln steht.
Gruß,
Werner