VIVA Pfeffermilchlinge!
Ich habe bislang nur Pfeffermilchlinge gekostet. In der Literatur wird der Pfeffermilchling ja noch eher als eßbar eingeschätzt, als der Wolli. Ich denke aber, das Einweichen oder Überbrühen nicht die richtige Maßnahmen sind. Es kommt wohl mehr auf die hohe Temperatur beim braten an. Ich hatte die Pfeffermilchlinge (die übrigens traumhaft festes Fleisch haben) sehr heiß in Öl gebraten. Scharf waren sie danach gar nicht mehr. Es bleibt aber ein etwas bitter-herber Geschmack, der sicher sogar Freunde finden kann. Ich habe die Pilze auch heftig (Chili, Limettsaft, Koriander - arme Gisela) gewürzt. Das Gericht war sicher besser als "Kriegspilze" (genialer Ausdruck... das sind für mich irgendwelche Rüblinge oder so im Mischgericht). Sollten aber Reizker in der Nähe sein oder auch was anderes richtig gutes...dann sind sie wahrlich nicht erste Wahl.
Hallo,
nachdem der wollige Milchling ebenso wie die Pfeffermilchlinge scharf
gebraten genießbar sein soll, hats mich die ganze Zeit schon mal gereizt
das Ding zu testen, da die in letzter Zeit ziemlich häufig hier wachsen
und von der Größe her ja immer ordentlich was hergeben. Also hab ich die
Pilze in Scheiben geschnitten und zur Entschärfung und wegen des
penetranten Geruchs einen knappen Tag in Salzwasser eingeweicht (Wasser
einmal gewechselt und Pilze ordentlich abgebraust). Danach gings mit Speck
ab in die Pfanne, aber das Ergebins, naja: Der penetrante Geruch und
Geschmack war zwar fast weg, die momentane Schärfe auch, geschmacklos wars
eigentlich auch nicht so richtig, man konnts essen, fiel aber eindeutig in
RIchtung "Kriegspilz" aus. Außerdem hatte ich nach dem Essen so
ein scharfes Kratzen im Rachen.
Vielleicht hat ja da noch jemand bessere Erfahrungen gemacht und kann eine
andere Zubereitungsmethode empfehlen (obwohl ich das nicht so recht
glauben kann, der Pilz scheint mir ein Härtefall zu sein.)??
Gute Nacht
Birgit