Re: Samtfüße

florian31, (vor 7275 Tagen) @ Thomas Pruss

Hallo Thomas,

vielen Dank, sehr hilfreich deine hinweise!

erlen und weiden kenne ich in meiner gegend nicht auf anhieb, aber pappel hatten wir gleich eine ganze allee um die ecke, die leider vor ein paar jahren bei den schweren stürmen alle umgefallen sind. das könnte sich ja dann ironischerweise jetzt wenigstens zu diesem zweck als glücksfall erweisen. allerdings fehlt da das wasser in der nähe leider. es ist aber ziemlich regnerisch bei uns, vielleicht hilft das ja auch!?

unter der rinde zu schauen, auf die idee wäre ich auch nicht gekommen. da liegen noch ein paar stämme herum seitdem, mal sehen, vielleicht kommt da ja was!

vielen dank nochmal, mal sehen, was ich finden werde!:)

gruß, Florian

Moin Florian,
am liebsten wachsen die Samtfüße an Weichholzarten. Ich finde sie gerne an
Weiden, Erlen und Pappeln, manchmal sogar an den Weidezaunpfählen. Immer
aber dort, wo Wasser in der Nähe ist. Tipp: Wenn die Bäume einen etwas
„betagten“ oder ramponierten Eindruck machen, sind die Chancen besonders
groß. So sind die Pappeln, die entlang der Eider wachsen, oft schon über
30 Jahre alt. Wenn dann die Rinde lose ist, sollte man dort einen Blick
drunter werfen – es könnten Samtfüße dahinter klemmen. Bei den Erlen
kommen die Samtis gerne auf den Stümpfen, und Weiden sollten auch schon
sehr alt und knorrig sein. Ein Weidenknick in der Sorgeniederung, den ein
Sturm vor einigen Jahren ziemlich durcheinander gewirbelt hat, liefert mir
Samtfußrüblinge bis in den Februar hinein. Und weil dort auch dicke, alte
Holunder wachsen, kann ich diese chinesischen Knurpselpilze, auch Judasohr
genannt, gleich miternten. Sie schmecken zwar nach wenig, sorgen aber im
Pilzgericht für das nötige „Mouthing“, neudeutsch für „Mundgefühl“.
Grüßlis
Thomas

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