Re: Neue Folge: Täubling der Woche #04
Besten Dank Felix für die ausführliche und schöne Dokumentation dieses Pilzes. Die Bestimmung eines Pilzes aus dieser Gruppe hat mir bislang immer Mühe bereitet. Mit Deinen Ausführungen müsste ich den Morse-Täubling aber nun aus seinen "Doppelgängern" herausfinden können.
Freundliche Grüsse
Max
Heute: Russula illota – Morse-Täubling
Dieser Vertreter aus der Untersektion „Foetentinae“ lässt sich bei näherer
Betrachtung auch makroskopisch gut von seinen „Brüdern“ dem Stink-Täubling
(R.foetens) und dem Mandel-Täubling (R.grata) trennen.Es lohnt sich also auch im freien Felde so einen Stinker umzudrehen!
Das auffälligste Merkmal sind die in ganzer Länge schwarz getüpfelten bzw.
punktiert gestrichelten Lamellenschneiden.
Die feinen Pusteln am Stiel sowie die trübe Färbung sind auch gute Merkmale
dieser Art.Außerdem weisen die Lammelenschneiden nie Wassertröpfchen auf, wie das beim
Stink-Täubling häufig der Fall ist.Der dunkel-strohgelbe Hut kann bei günstiger Wetterlage die typischen
grau-violetten Überzüge aufweisen.
Der Geruch des Morse-Täublings ist stinkend mit obst- und mandelartiger
Komponente, das Fleisch bräunend, der Geschmack scharf.Sporen kräftig grobwarzig und selten mit Graten.
Sporenpulver blasscreme (IIa-b).
Zu finden ist Russula illota meist im Buchenwaldgesellschaften (Buche, Eiche,
Hainbuche) auf lehmigen, kalkigen Böden.Heuer war er zusammen mit dem Stink- und Mandel-Täubling im Juni
„aspektbildend“ – sonst eher der seltenste von den dreien.
Bis zum nächsten mal
Euer Felix