Funde Juni/Juli (ca. 40 pics) *PIC*

Klaas, (vor 6682 Tagen)

Hallo zusammen,

wie draußen in den Wäldern ist es hier im Forum ja auch recht ruhig - ich nutze die Gelegenheit und blicke zurück auf Anfang Juni und ende bei gestrigen Funden. Es gab nicht viel und schon gar nicht viel Besonderes zu entdecken, aber immerhin hier und da überhaupt ein paar Pilze.
Später habe ich wie sonst üblich auch noch ein paar Fragen... ;)

Anfang Juni:

Die hier standen bei mir in Hessen an fast jeder Ecke, zwischendurch waren alle verschwunden, inzwischen kommen wieder ein paar
Schuppige Sägeblättlinge - Lentinus lepideus - hier mal junge, meist fand ich ausgewachsene, teils mit über 20 cm Durchmesser:
[image]

Auch sehr häufig, Sklerotien-Stielporlinge - Polyporus tuberaster (eine kleine Unsicherheit meinerseits bzlg. der Bestimmung besteht aber noch immmer)
[image]

Manchmal gabs die Stinker nicht nur zu riechen, sondern auch zu sehen:
[image]

Wenige Narzissengelbe Wulstlinge - Amanita gemmata:
[image]

Neben Stemonitis/Fadenstäubchen, Tubifera ferruginosa, Fuligo septica und vielen Stäublings-Schleimpilzen/Reticularia lycoperdon, gabs auch andere hübsche Schleimer, wie:
Außensporiger Schleimpilz, Geweihförmiger S. - Ceratiomyxa fruticulosa:
[image]

und Weißgelbes Netzpolster - Ceratiomyxa fruticulosa var. porioides:
[image]

oder dieser Unbekannte auf Wanderschaft:
[image]

Bevor es mit den Bildern von Allerweltspilzen zu viel wird, nur eine Auflistung weiterer Funde:
- für kurze Zeit sehr häufig: Behangener Faserling - Psathyrella candolleana
- überall dort, wo zuvor die Kettensägen gewütet und Sägespähne hinterlassen hatten: Gold-Mistpilze - Bolbitius vitellinus
- neben den Leichen vom Vorjahr frische Kiefernbraunporlinge - Phaeolus spadiceus
- wenige Graue Wulstlinge - Amanita spissa
- ein paar Perlpilze - Amanita rubescens
- neben einigen P. cervinus und P. petasatus (mit ?) einen einsamen Löwengelben Dachpilz – Pluteus leonius
- für kurze Zeit Unmengen von Waldfreund-Blasssporrüblingen - Gymnopus dryophilus
- und gleich nebenan ebenso massig Ästchen-Zwergschwindlinge – Marasmiellus ramealis
- einige Wurzel-Schleimrüblinge - Xerula radicata
- einige Breitblättrige Rüblinge - Megacollybia platyphylla
- viele frische und auch vertrocknete Spindelige Blasssporrüblinge - Gymnopus fusipes
- insgesamt ca. 8 Examplare vom Rotfußröhrling - Xerocomus chrysenteron - das waren die einzigen Röhrlinge - toll oder?

Die ersten Austernseitlinge tauchten auf, wobei mir bei denen immer noch etwas unklar ist, wie ich sie zu bezeichen habe: sind das nun Sommer-Austernseitlinge?
Und ist "Sommer-Austernseitling" = "Lungenseitling, Cremeweißer Seitling, Löffelstieliger Seitling, wie auch immer... - Pleurotus pulmonarius" mit leicht süßem, anisartigen Geruch?
[image]

Auch die ersten Täublinge konnte ich bei Buche/Eiche(Fichte) entdecken, makroskopisch lande ich in der Sektion Ingratae/Foetentinae und komme trotz
keines besonderen Geruches beim Pflücken (später trocken käseartig) und milden Geschmackes bei R. pectinatoides - Kratzender Kammtäubling - ob das aber stimmt, k.A.
[image]
[image]

Mitte Juni, teils die schon o.g. Pilze, sowie:

Ganze zwei Schaf-Champignons - Agaricus arvensis (sofern richtig bestimmt...):
[image]

Leider schon durchgetrocknet, aber mein Bestimmungsversuch führte mich zum Borstigen Knäueling - Lentinus strigosus:
[image]
[image]

Ende Juni, zu Besuch im Saarland:

Einer der wenigen Funde auf Kalk, zumeist bei Hainbuchen - vielleicht Weißstieliger Ledertäubling - Russula romellii?
[image]
[image]

Andernorts im Saarland sah es auch nicht besser aus.
Auf 3 Ausflügen insgesamt: 0 Steini, 1 Marone, 3 Rotfüße, 5 Flockies, ca. 20 Goldröhrlinge, 1 Strubbelkopf und, immerhin,
1 Kornblumenröhrling - Gyroporus cyanescens:
[image]

Weiterhin 1x Grauer Scheidenstreifling, ein paar Kartoffelboviste, wenige Frauentäublinge, an Krabbenchips erinnernde Tintenfischpilze und ein paar Perlpilze.

An vielen Stellen gabs Löwengelbe Stielporlinge - Polyporus varius:
[image]

Ein unbekannter scharfer Täubling bei Buchen/Kiefern:
[image]
[image]

Und geschätzt etwa 60 vertrocknete Pfifferlinge...
[image]

Dafür aber wieder an einigen Stellen frische "Sommer-Austernseitlinge"?:
[image]

Anfang Juli, zurück in Hessen:

Frische, kleine Riesen-Porlinge - Meripilus giganteus:
[image]

Im Eichenwald ein paar zunächst milde, dann doch sehr scharfe Täublinge, an die ich mich noch nicht rangetraut habe:
[image]
Ein paar hellerhütige Gesellen standen dazwischen, ob die dazu gehören, weiß ich nicht:
[image]

Bei Hainbuche und Eiche standen viele milde Exemplare von denen hier, vielleicht liege ich ja mit Russula violeipes - Violettstieliger Pfirsich-Täubling nicht ganz daneben?
[image]
[image]
[image]
[image]

Gestern:
Bei Buche und Kiefer, sofort scharf und ebenso noch namenlos:
[image]
[image]
[image]

Bei Buche und Hainbuche, mild und frisch nicht, aber inzwischen trocken doch sehr nach Fisch/Krabben riechend (genau wie die Exemolare weiter oben), ich denke auch R. violeipes:
[image]

Wie überall Spindelige Blasssporrüblinge - Gymnopus fusipes:
[image]

Langstielige Ahorn-Holzkeule - Xylaria longipes, glaube ich:
[image]

Zuerst dachte ich: Wow, doch mal ein Röhrling!
[image]
Aber nix da, ein Samtfußkrempling - Paxillus atrotomentosus:
[image]
Später gabs dann noch frische:
[image]

Mein Highlight von gestern waren dann die beiden Glänzenden Lackporlinge - Ganoderma lucidum, wobei ich mir wegen des Substrates nicht sicher bin, das, soweit noch erkennbar, für mich auf Lärche hindeutete:
[image]

Und zum Schluss noch einer, bei dem ich auch unsicher bin:
Hutdurchmesser war ca. 15 cm, der Stiel noch um einiges länger. Zuerst hielt ich den Pilz für angegammelt, da beim Anfassen des ansonsten festen Stieles ein weißer Brei an den Fingern haften blieb, habe dann aber beim Fransigen Wulstling - Amanita strobiliformis solche Eigenschaft nachgelesen - den habe ich noch nicht gefunden, aber kann das einer sein?
[image]
[image]
[image]
[image]

Danke fürs Durchhalten bis hierher - ist doch mehr geworden, als ich anfangs schreiben wollte... ;)

Viele Grüße,
Klaas

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Re: Funde Juni/Juli (ca. 40 pics)

phragmobasidie, (vor 6682 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

oder dieser Unbekannte auf Wanderschaft:

vielleicht Badhamia utricularis

Auch die ersten Täublinge konnte ich bei Buche/Eiche(Fichte) entdecken,
makroskopisch lande ich in der Sektion Ingratae/Foetentinae und komme
trotz
keines besonderen Geruches beim Pflücken (später trocken käseartig) und
milden Geschmackes bei R. pectinatoides - Kratzender Kammtäubling - ob das
aber stimmt, k.A.

müsste eigentlich stimmen, in der Sekt. ist sonst nur insignis/livescens mild wenn ich mich nicht täusche,
der sollte aber eine gelbe S-Basis haben, weiß aber nicht, wie konstant das Merkmal ist.

Ende Juni, zu Besuch im Saarland: Einer der wenigen Funde auf Kalk, zumeist
bei Hainbuchen - vielleicht Weißstieliger Ledertäubling - Russula
romellii?

nicht mein Büro

Ein unbekannter scharfer Täubling bei Buchen/Kiefern:

Russula sardonia

Im Eichenwald ein paar zunächst milde, dann doch sehr scharfe Täublinge, an
die ich mich noch nicht rangetraut habe:
Ein paar hellerhütige Gesellen standen dazwischen, ob die dazu gehören, weiß
ich nicht:

interessant, aber ausm Stegreif weiß ich nicht, was da in Frage käme; kann aber nicht so viel sein.
Aufgehoben ? Willst Du die noch mikroskopieren ?

Bei Hainbuche und Eiche standen viele milde Exemplare von denen hier,
vielleicht liege ich ja mit Russula violeipes - Violettstieliger
Pfirsich-Täubling nicht ganz daneben?

nein, tust Du nicht :)

Gestern: Bei Buche und Kiefer, sofort scharf und ebenso noch namenlos:

könnte R.fragilis sein

Bei Buche und Hainbuche, mild und frisch nicht, aber inzwischen trocken doch
sehr nach Fisch/Krabben riechend (genau wie die Exemolare weiter oben),
ich denke auch R. violeipes:

ich auch

Und zum Schluss noch einer, bei dem ich auch unsicher bin: Hutdurchmesser war
ca. 15 cm, der Stiel noch um einiges länger. Zuerst hielt ich den Pilz für
angegammelt, da beim Anfassen des ansonsten festen Stieles ein weißer Brei
an den Fingern haften blieb, habe dann aber beim Fransigen Wulstling -
Amanita strobiliformis solche Eigenschaft nachgelesen - den habe ich noch
nicht gefunden, aber kann das einer sein?

würd ich schon sagen

schöne Grüße
Robin

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Re: Funde Juni/Juli (ca. 40 pics)

Jochen Girwert, (vor 6682 Tagen) @ Klaas

Hallo,

ein so schlanker Fansigen Wulstling, zudem mit völlig glatter Huthaut (soweit zu sehen) passt nicht zu dem, was ich so als typisch kenne. Oder hat hier sehr starker Regen gewirkt?

Jochen

Hallo zusammen,
wie draußen in den Wäldern ist es hier im Forum ja auch recht ruhig - ich
nutze die Gelegenheit und blicke zurück auf Anfang Juni und ende bei
gestrigen Funden. Es gab nicht viel und schon gar nicht viel Besonderes zu
entdecken, aber immerhin hier und da überhaupt ein paar Pilze.
Später habe ich wie sonst üblich auch noch ein paar Fragen... ;)
Anfang Juni: Die hier standen bei mir in Hessen an fast jeder Ecke,
zwischendurch waren alle verschwunden, inzwischen kommen wieder ein paar
Schuppige Sägeblättlinge - Lentinus lepideus - hier mal junge, meist fand ich
ausgewachsene, teils mit über 20 cm Durchmesser:
Auch sehr häufig, Sklerotien-Stielporlinge - Polyporus tuberaster (eine
kleine Unsicherheit meinerseits bzlg. der Bestimmung besteht aber noch
immmer)

Manchmal gabs die Stinker nicht nur zu riechen, sondern auch zu sehen:
Wenige Narzissengelbe Wulstlinge - Amanita gemmata:
Neben Stemonitis/Fadenstäubchen, Tubifera ferruginosa, Fuligo septica und
vielen Stäublings-Schleimpilzen/Reticularia lycoperdon, gabs auch andere
hübsche Schleimer, wie: Außensporiger Schleimpilz, Geweihförmiger S. -
Ceratiomyxa fruticulosa:
und Weißgelbes Netzpolster - Ceratiomyxa fruticulosa var. porioides:
oder dieser Unbekannte auf Wanderschaft:
Bevor es mit den Bildern von Allerweltspilzen zu viel wird, nur eine
Auflistung weiterer Funde: - für kurze Zeit sehr häufig: Behangener
Faserling - Psathyrella candolleana
- überall dort, wo zuvor die Kettensägen gewütet und Sägespähne hinterlassen
hatten: Gold-Mistpilze - Bolbitius vitellinus
- neben den Leichen vom Vorjahr frische Kiefernbraunporlinge - Phaeolus
spadiceus
- wenige Graue Wulstlinge - Amanita spissa
- ein paar Perlpilze - Amanita rubescens
- neben einigen P. cervinus und P. petasatus (mit ?) einen einsamen
Löwengelben Dachpilz – Pluteus leonius
- für kurze Zeit Unmengen von Waldfreund-Blasssporrüblingen - Gymnopus
dryophilus
- und gleich nebenan ebenso massig Ästchen-Zwergschwindlinge – Marasmiellus
ramealis
- einige Wurzel-Schleimrüblinge - Xerula radicata
- einige Breitblättrige Rüblinge - Megacollybia platyphylla
- viele frische und auch vertrocknete Spindelige Blasssporrüblinge - Gymnopus
fusipes
- insgesamt ca. 8 Examplare vom Rotfußröhrling - Xerocomus chrysenteron - das
waren die einzigen Röhrlinge - toll oder?
Die ersten Austernseitlinge tauchten auf, wobei mir bei denen immer noch
etwas unklar ist, wie ich sie zu bezeichen habe: sind das nun
Sommer-Austernseitlinge?
Und ist "Sommer-Austernseitling" = "Lungenseitling,
Cremeweißer Seitling, Löffelstieliger Seitling, wie auch immer... -
Pleurotus pulmonarius" mit leicht süßem, anisartigen Geruch?

Auch die ersten Täublinge konnte ich bei Buche/Eiche(Fichte) entdecken,
makroskopisch lande ich in der Sektion Ingratae/Foetentinae und komme
trotz
keines besonderen Geruches beim Pflücken (später trocken käseartig) und
milden Geschmackes bei R. pectinatoides - Kratzender Kammtäubling - ob das
aber stimmt, k.A.


Mitte Juni, teils die schon o.g. Pilze, sowie: Ganze zwei Schaf-Champignons -
Agaricus arvensis (sofern richtig bestimmt...):
Leider schon durchgetrocknet, aber mein Bestimmungsversuch führte mich zum
Borstigen Knäueling - Lentinus strigosus:

Ende Juni, zu Besuch im Saarland: Einer der wenigen Funde auf Kalk, zumeist
bei Hainbuchen - vielleicht Weißstieliger Ledertäubling - Russula
romellii?


Andernorts im Saarland sah es auch nicht besser aus.
Auf 3 Ausflügen insgesamt: 0 Steini, 1 Marone, 3 Rotfüße, 5 Flockies, ca. 20
Goldröhrlinge, 1 Strubbelkopf und, immerhin,
1 Kornblumenröhrling - Gyroporus cyanescens:
Weiterhin 1x Grauer Scheidenstreifling, ein paar Kartoffelboviste, wenige
Frauentäublinge, an Krabbenchips erinnernde Tintenfischpilze und ein paar
Perlpilze.
An vielen Stellen gabs Löwengelbe Stielporlinge - Polyporus varius:
Ein unbekannter scharfer Täubling bei Buchen/Kiefern:

Und geschätzt etwa 60 vertrocknete Pfifferlinge...

Dafür aber wieder an einigen Stellen frische
"Sommer-Austernseitlinge"?:
Anfang Juli, zurück in Hessen: Frische, kleine Riesen-Porlinge - Meripilus
giganteus:
Im Eichenwald ein paar zunächst milde, dann doch sehr scharfe Täublinge, an
die ich mich noch nicht rangetraut habe:
Ein paar hellerhütige Gesellen standen dazwischen, ob die dazu gehören, weiß
ich nicht:
Bei Hainbuche und Eiche standen viele milde Exemplare von denen hier,
vielleicht liege ich ja mit Russula violeipes - Violettstieliger
Pfirsich-Täubling nicht ganz daneben?


Gestern: Bei Buche und Kiefer, sofort scharf und ebenso noch namenlos:


Bei Buche und Hainbuche, mild und frisch nicht, aber inzwischen trocken doch
sehr nach Fisch/Krabben riechend (genau wie die Exemolare weiter oben),
ich denke auch R. violeipes:
Wie überall Spindelige Blasssporrüblinge - Gymnopus fusipes:
Langstielige Ahorn-Holzkeule - Xylaria longipes, glaube ich:
Zuerst dachte ich: Wow, doch mal ein Röhrling!

Aber nix da, ein Samtfußkrempling - Paxillus atrotomentosus:
Später gabs dann noch frische:
Mein Highlight von gestern waren dann die beiden Glänzenden Lackporlinge -
Ganoderma lucidum, wobei ich mir wegen des Substrates nicht sicher bin,
das, soweit noch erkennbar, für mich auf Lärche hindeutete:
Und zum Schluss noch einer, bei dem ich auch unsicher bin: Hutdurchmesser war
ca. 15 cm, der Stiel noch um einiges länger. Zuerst hielt ich den Pilz für
angegammelt, da beim Anfassen des ansonsten festen Stieles ein weißer Brei
an den Fingern haften blieb, habe dann aber beim Fransigen Wulstling -
Amanita strobiliformis solche Eigenschaft nachgelesen - den habe ich noch
nicht gefunden, aber kann das einer sein?


Danke fürs Durchhalten bis hierher - ist doch mehr geworden, als ich anfangs
schreiben wollte... ;)
Viele Grüße,
Klaas

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Re: Funde Juni/Juli (ca. 40 pics)

Gábor, (vor 6682 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

hübsche Bilder, Deine "Allerweltspilze"!

Mir hier in Köln geht's doch ähnlich - man kann ja auch nicht jedes WE den Erstfund einer Rarität präsentieren.

Und man bedenke: es ist doch noch gar keine Pilzzeit :-)

Russula Violeipes würde ich auch so sehen - habe letztes WE auch jede Menge davon gefunden.

Und Deine Täublinge auf Bild 23/24 erinnern mich stark an die Harten Zinnobertäublinge, die ich ebenfalls kürzlich fand.
Doch sage ich zu Täublingen ansonsten nichts Genaueres ohne meinen Anwalt :-))

Die pappigen, klebrigen weissen Velumreste an Hut und Stiel sind schon ein gutes Erkennungsmerkmal für den Fransigen Wulstling.
Jedoch sind mir solch schlanke Gesellen bislang nocht nicht untergekommen.
Meine hatten bislang alle sehr kräftige und feste Stiele.

Schau mal hier:
Beitrag 140409

Schöne Grüße,
Gábor

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Re: Funde Juni/Juli (ca. 40 pics)

Klaas, (vor 6682 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin!

vielleicht Badhamia utricularis

hatte ich auch dran schon gedacht und möglicherweise schon mal gesehen (damals einen Kammpilz überwachsend), aber da traue ich mich noch weniger Namen zu geben, als bei den Täublingen...

müsste eigentlich stimmen, in der Sekt. ist sonst nur insignis/livescens
mild wenn ich mich nicht täusche,
der sollte aber eine gelbe S-Basis haben, weiß aber nicht, wie konstant das
Merkmal ist.

Über R. insignis/livescens steht leider nix in meinen Büchlein.

nicht mein Büro

meins leider auch nicht ;)

Ein unbekannter scharfer Täubling bei Buchen/Kiefern:

Russula sardonia

hmm, sollte der nicht eher mehr lila als grün auf dem Hut sein?

Im Eichenwald ein paar zunächst milde, dann doch sehr scharfe Täublinge, an
die ich mich noch nicht rangetraut habe:

interessant, aber ausm Stegreif weiß ich nicht, was da in Frage käme; kann
aber nicht so viel sein.
Aufgehoben ? Willst Du die noch mikroskopieren ?

die dunkelroten habe ich noch, wollen aber kein Sporenpulver rausrücken.
Hab aber leider auch kein Mikro oO.

Gestern: Bei Buche und Kiefer, sofort scharf und ebenso noch namenlos:

könnte R.fragilis sein

Ja könnte, aber einen Bonbongeruch konnte ich nicht feststellen, auch die Schneiden erscheinen auf den Fotos in der Vergrößerung glatt.

Danke sehr!
Klaas

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Re: Funde Juni/Juli (ca. 40 pics)

Matthias, (vor 6682 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,
der Samtfusskrempling wird als Holzbewohner unter Tapinella und nicht mehr unter Paxillus geführt, hier findest du einen Kremplingsschlüssel :
http://www.tham-thueringen.de/tham/html/paxillus.html
Der Beitrag ist mir deutlich zu lang geraten, da vergeht mir die Lust zu mehreren Sachen zu antworten,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Funde Juni/Juli (ca. 40 pics)

Klaas, (vor 6682 Tagen) @ Jochen Girwert

Hallo Jochen!

ein so schlanker Fansigen Wulstling, zudem mit völlig glatter Huthaut

:(soweit zu sehen) passt nicht zu dem, was ich so als typisch kenne. Oder hat

hier sehr starker Regen gewirkt?

Wie erwähnt, kenne ich A. strobiliformis (noch) nicht aus eigenen Funden, war aber nach einigem Rätseln meine erste Idee. Dann stieß ich bei der Suche auf diese cremige Konsistenz am Stiel, und dachte es könnte passen. Was käme denn vielleicht eher infrage?

Ach ja, vorgestern hats hier zum 1. Mal seit langer Zeit halbwegs ordentlich geregnet, wäre vielleicht eine Erklärung für die glatte Huthaut.
Der Stiel war sehr tief im Boden versenkt, habe die Basis leider nicht mit rausbekommen und wollte nicht alles ausgraben...

Grüße,
Klaas

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Re: Funde Juni/Juli (ca. 40 pics)

Klaas, (vor 6682 Tagen) @ Matthias

Hallo Matthias,

danke, aber ja, Tapinella habe ich schon mitbekommen, ist aber noch als Paxillus in meiner privaten Datenbank hinterlegt, ich war faul und habe die Namen rauskopiert... ;) Ändere ich bei Gelegenheit.

Der Beitrag ist mir deutlich zu lang geraten, da vergeht mir die Lust zu
mehreren Sachen zu antworten,

Macht nichts, geht mir gerade ähnlich damit.

Grüße,
Klaas

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Re: Funde Juni/Juli (ca. 40 pics)

Steininger, (vor 6682 Tagen) @ Klaas

...........
Der Stiel war sehr tief im Boden versenkt, habe die Basis leider nicht mit
rausbekommen und wollte nicht alles ausgraben......

Hallo Klaas,
das spricht auch für den "Fransigen".
Viele Grüße
Wolfgang

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Täublinge - jetzt separat *PIC*

Klaas, (vor 6682 Tagen) @ Klaas

Hallo,

zum besseren Überblick und falls noch nicht allen die Lust am Antworten vergangen ist, hier nun das Wichtigste ;) - die Täublinge - nochmal separat (die selben Bilder, gleicher Text).

Nr. 1
Auch die ersten Täublinge konnte ich bei Buche/Eiche(Fichte) entdecken, makroskopisch lande ich in der Sektion Ingratae/Foetentinae und komme trotz keines besonderen Geruches beim Pflücken (später trocken käseartig) und milden Geschmackes bei R. pectinatoides - Kratzender Kammtäubling - ob das aber stimmt, k.A.

[image]

[image]

Vorschlag bisher war:
müsste eigentlich stimmen, in der Sekt. ist sonst nur insignis/livescens mild wenn ich mich nicht täusche,
der sollte aber eine gelbe S-Basis haben, weiß aber nicht, wie konstant das Merkmal ist.

Nr. 2
Einer der wenigen Funde auf Kalk, zumeist bei Hainbuchen - vielleicht Weißstieliger Ledertäubling - Russula romellii?

[image]

[image]

Nr. 3
Ein unbekannter scharfer Täubling bei Buchen/Kiefern:

[image]

[image]

Vorschlag bisher war: Russula sardonia

Nr. 4
Im Eichenwald ein paar zunächst milde, dann doch sehr scharfe Täublinge, an die ich mich noch nicht rangetraut habe:

[image]

Ein paar hellerhütige Gesellen standen dazwischen, ob die dazu gehören, weiß ich nicht:

[image]

Vorschlag bisher war: Harte Zinnobertäublinge
(Keine Sorge Gábor, ich halt mich zurück mit Klagen, falls es nicht stimmen sollte ;))

Nr. 5a
Bei Hainbuche und Eiche standen viele milde Exemplare von denen hier, vielleicht liege ich ja mit Russula violeipes - Violettstieliger Pfirsich-Täubling nicht ganz daneben?

[image]

[image]

[image]

[image]

Nr. 5b
Bei Buche und Hainbuche, mild und frisch nicht, aber inzwischen trocken doch sehr nach Fisch/Krabben riechend (genau wie die Exemolare weiter oben), ich denke auch R. violeipes:

[image]

Nr. 6
Gestern:

Bei Buche und Kiefer, sofort scharf und ebenso noch namenlos:

[image]

[image]

[image]

Vorschlag bisher war: könnte R.fragilis sein

Falls es jetzt noch verwirrender und Antwortlust-raubender geworden ist - sorry!

Grüße,
Klaas

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Re: Funde Juni/Juli (ca. 40 pics)

phragmobasidie, (vor 6682 Tagen) @ Klaas

hatte ich auch dran schon gedacht und möglicherweise schon mal gesehen
(damals einen Kammpilz überwachsend), aber da traue ich mich noch weniger
Namen zu geben, als bei den Täublingen...

Der wurde mir hier im Forum mal problemlos bestimmt, daraus habe ich dann geschlossen, dass diese gelben Adern typisch sind.

Danke sehr!
Klaas

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Re: Täublinge - jetzt separat

phragmobasidie, (vor 6682 Tagen) @ Klaas

meins leider auch nicht ;)

Hab grad gelesen "bei Hainbuche" - es gibt auch den Hainbuchen-T., R.carpini. Einer der dunkelsporigsten Täublinge überhaupt,
käme bei den Lamellen gut hin. Den habe ich aber erst einmal gesehen und weiß da jetzt nicht ob die Hutfarben passen würden,
wär vielleicht ne Option. Felix und Jochen kennen den aber gut.

hmm, sollte der nicht eher mehr lila als grün auf dem Hut sein?

Ein Täubling mit extrem großer Variationsbreite, was die H-Farbe betrifft:
Beitrag 128141
Das letzte Bild zeigt FK aus einer einzigen Aufsammlung (nur das Schieferblaugrün Deines Fundes fehlt :)
Zur Not auch mal ganz ausgeblasst und fast weiß nur mit Andeutungen von Farbtönen. Man kann den aber
trotzdem stets ganz gut erkennen, an den leicht gelblichen L. und dem lila S. Deswegen ist er einer der zwei "Säufernasen".
Die andere Nase ist der Stachelbeer-T., R.queletii mit nicht-gelblichen L. unter Fichte. Also wenn da noch Fichten
standen lege ich mich nicht fest. Ammoniak schließlich färbt die L. nur von R.sardonia rot.

Ja könnte, aber einen Bonbongeruch konnte ich nicht feststellen, auch die
Schneiden erscheinen auf den Fotos in der Vergrößerung glatt.

Ja, hab ich auch gesehen, ist aber kein konstantes Merkmal. Den Bonbon-G. hat meine Raucher- (nicht Säufer-!!!) Nase
noch nicht wahrnehmen können. Farblich wärs schon typisch glaub ich, aber festlegen tu ich mich hier nicht.

Der rote scharfe: lepida kann ja nicht sein. Scharf und rot, dabei kreidig überhaucht, L. nicht weiß:
Könnte (z.B.?) R.rubra sein (noch nicht selbst gefunden aber mal unterm Mikro gehabt als Fund von Jochen oder Felix).
Hau ich jetzt mal nach kurzer Zwiesprache mit der Literatur raus.
Falls Du ihn trocknen und verschicken willst, wir nehmens gerne :)

P.S.: Die andere Antwort war mir etwas verrutscht

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zum gelben Schleimpilz, ggf. Badhamia utricularis

Klaas, (vor 6682 Tagen) @ phragmobasidie

Der wurde mir hier im Forum mal problemlos bestimmt, daraus habe ich dann
geschlossen, dass diese gelben Adern typisch sind.

Hallo Robin,

allein das kürzliche (zum wiederholten Male und immer wieder gerne) Durchforsten von Holger Müllers Seite (nivicol.de), der Eumycetozoan Project database (discoverlife.org) und div. anderer Seiten machen mich da mehr als unsicher.
Verschiedene Physarum-Arten erscheinen mir (sofern die Namen zu den abgebildeten Fotos passen) in diesem Stadium ähnlich, ich will auch keine gewöhnliche Fuligo septica ausschließen. Vielleicht bin ich dabei aber auch zu vorsichtig, weil planlos?
Grüße,
Klaas

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Re: Täublinge - jetzt separat

Jochen Girwert, (vor 6682 Tagen) @ Klaas

Hallo,

schöne Täublinge hast Du da aufgenommen.
- Pectinatoides hat gerne rötliche Flecken an der Stielbasis. Hast Du noch den Pilz und das ist so, wäre das ein sehr gutes Argument für pectinatoides.
- bei den dunklen Lamellen und der gefleckten Huthaut denke ich, dass es carpini ist
- 5 b als violeipes glaube ich gerne. 5a weiß ich nicht so recht.
- fragilis hat doch weißes Sporenpulver und oft gesägte Lamellen. Das und der Gesamteindruck sprechen m.E. gegen fragilis

Ales Gute, Jochen.

Hallo,
zum besseren Überblick und falls noch nicht allen die Lust am Antworten
vergangen ist, hier nun das Wichtigste ;) - die Täublinge - nochmal
separat (die selben Bilder, gleicher Text).
Nr. 1
Auch die ersten Täublinge konnte ich bei Buche/Eiche(Fichte) entdecken,
makroskopisch lande ich in der Sektion Ingratae/Foetentinae und komme
trotz keines besonderen Geruches beim Pflücken (später trocken käseartig)
und milden Geschmackes bei R. pectinatoides - Kratzender Kammtäubling - ob
das aber stimmt, k.A.


Vorschlag bisher war: müsste eigentlich stimmen, in der Sekt. ist sonst nur
insignis/livescens mild wenn ich mich nicht täusche,
der sollte aber eine gelbe S-Basis haben, weiß aber nicht, wie konstant das
Merkmal ist.
Nr. 2
Einer der wenigen Funde auf Kalk, zumeist bei Hainbuchen - vielleicht
Weißstieliger Ledertäubling - Russula romellii?


Nr. 3
Ein unbekannter scharfer Täubling bei Buchen/Kiefern:

Vorschlag bisher war: Russula sardonia
Nr. 4
Im Eichenwald ein paar zunächst milde, dann doch sehr scharfe Täublinge, an
die ich mich noch nicht rangetraut habe:
Ein paar hellerhütige Gesellen standen dazwischen, ob die dazu gehören, weiß
ich nicht:
Vorschlag bisher war: Harte Zinnobertäublinge
(Keine Sorge Gábor, ich halt mich zurück mit Klagen, falls es nicht stimmen
sollte ;))
Nr. 5a
Bei Hainbuche und Eiche standen viele milde Exemplare von denen hier,
vielleicht liege ich ja mit Russula violeipes - Violettstieliger
Pfirsich-Täubling nicht ganz daneben?


Nr. 5b
Bei Buche und Hainbuche, mild und frisch nicht, aber inzwischen trocken doch
sehr nach Fisch/Krabben riechend (genau wie die Exemolare weiter oben),
ich denke auch R. violeipes:
Nr. 6
Gestern: Bei Buche und Kiefer, sofort scharf und ebenso noch namenlos:


Vorschlag bisher war: könnte R.fragilis sein
Falls es jetzt noch verwirrender und Antwortlust-raubender geworden ist -
sorry!
Grüße,
Klaas

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Re: Täublinge - jetzt separat

Klaas, (vor 6681 Tagen) @ Jochen Girwert

Hallo Robin und Jochen!

zu 1: R. pectinatoides?
Nein, an der Stielbasis war nichts rötliches, bei Verletzung zeigte sich ein wenig gelb, die Stiele wurden beim Trocknen einheitlich hellgrau, falls das etwas zu sagen hat? Die FK habe ich nicht mehr.

zu 2: R. romellii, R. carpini?
Für R. carpini hatte mir das Nicht-Gilben des Stiels auf Druck nicht gefallen, vielleicht wars aber auch wegen der Trockenheit. Die Fraßstellen waren ja ordentlich gelb.

zu 3: R. sardonia?
Oha, den Täubling der Woche habe ich wohl geschwänzt...
Die ich vorher für solche hielt, waren immer so gefärbt wie die auf Bild 1 und 2 des TDW.

zu 4: die roten scharfen bei Eiche - R. lepida, R. rubra?
die beiden sind schon schön knusprig, wenn ihr wollt, schick ich sie auf die Reise - nachher ists aber was ganz Gewöhnliches und eure Mühe ist umsonst?

zu 5: R. violeipes?
die rein gelben aus 5b bekommen genau wie die aus 5a jetzt beim Trocknen grüne Zonen auf den Hut, sehen sich inzw. sehr ähnlich.

zu 6: R. fragilis?
Fällt mir nix dazu ein, war auch der einzige FK, hab ich im Wald gelassen.

Danke und Grüße,
Klaas