Re: Gegenargumente
Ja, auch andere Pilze wachsen auf Rindenmulch. Aber ist es nur
Sekundärsubstrat?? Sehr viele aufmerksame Leser dieses Forums haben bisher
ihre einzigsten Spitzmorcheln auf Rindenmulch gefunden und nirgendwo
anders. Und bis letztes Jahr war es bei mir so, dass ich auf kleinen
Rindenmulchstellen wesentlich mehr Exemplare gefunden habe, als überhaupt
in der Natur.
Hallo Ajuga,
bei Mulchmorcheln bin ich der Überzeugung das es nicht der ursprüngliche Wuchsort dieser Art (Spitzmorchel)ist.
Wenn also Spitzmorcheln in Massen auf kleinstem Raum auf Rindenmulch
auftreten, muss es sich ja wohl um ein sehr geeignetes Substrat handeln
und sollte daher als ein ziemlich gutes Beispiel dienen können, oder?
Aber nur sehr kurzfristig, ist halt nur zweite Wahl!!
Warum findet man eigentlich keine Speisemorcheln oder Verpeln auf
Rindenmulch? So viele Pilze sind es offenbar doch nicht, die darauf
vorkommen, wenn es schon nicht einmal die nächsten Verwandten schaffen!!??
Frühjahrslorcheln schaffen es, es schaffen aber auch z. B. Weichritterlinge, Träuschlinge, Teuerlinge und noch viele andere Arten.
Ich persönlich glaube, dass Morchelmycel bzw. Ascomycetenmycel bei weitem
nicht so alt wird, wie das von Basidiomyceten. Könnte ja auch was damit zu
tun haben, dass Ascomyceten nicht Ewigkeiten als Dikaryen im Boden leben.
Ich kenne hier Käppchenmorcheln seit 2002 am selben Standort, habe sie früher wahrscheinlich übersehen da ich Morcheln als Speisepilze nicht mag.
Ohne die Sklerotien, die Ascomyceten zur Überdauerung bilden, gäbe es ja auch
keine Morchelfruchtkörper. Kann mir nicht vorstellen, dass das Mycel,
welches Sklerotien gebildet hat, einfach so Jahre lang weiterlebt. Würden
denn da die Sklerotien nötig sein??
Das kann ich dir nicht beantworten,
viele Grüsse
Matthias
Sind nur so ein paar Gedanken. Bin für andere Ideen und Anregungen offen.
ajuga