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Strobiliformis, schmeckt auch lecker ;-))

Christoph G, (vor 7353 Tagen) 2.778 Beiträge @ Heinz Ebert

....aber bei dem wirds dann fuer den Speisepilzsammler echt heikel (weisse Lamellen und so..)daher geb ich den in der Beratung auch nicht frei, obwohl er bei uns recht haeufig ist.

LG Christoph

Hi Christoph,
ich bin kein Toxikologe, sondern Polizist. Ich kann daher zu den kritischen
Mengen keinerlei Angaben machen. Darüberhinaus weichen die
Literaturangaben auch voneinander ab. Ich verkünde vorsichtshalber bei
meinen Pilzseminaren, dass ca. 30 gr Knollis tödlich sein könnten (bei
Kindern ist wahrscheinlich eine geringere Dosis schon lebensgefährlich).
Der Giftgehalt bei Galerina ist vielleicht geringer als bei Amanita, aber
es liegen ja nur wenige Untersuchungen vor (siehe Handbuch von Bresinsky
und Besl - das ist für mich z.Z. das beste Buch zu dem Thema).
Tatsache ist eben, dass Amanitine und Phalloidine in verschiedenen Galerinen
nachgewiesen worden sind, und dass die "letale Dosis" im Pilz
noch nicht geklärt ist. Fazit: Alle Pilzsammler sollten den Unterschied
zwischen Stockschwämmchen und Galerinas kennen! Und natürlich sowieso die
Gattung Amanita, bei der es ja auch zwei Speisepilze gibt, den Perlpilz
und den Kaiserling (letzterer sehr selten, ersterer sehr häufig).
Der beste Weg, das richtig zu lernen ist der Besuch eines Pilzseminares, egal
wo: Schwarzwald, Thüringen, Bayern, Siegerland, Eifel, oder wo auch immer.
Man geht im Prinzip nur dann sicher wenn man sich die erforderliche
Artenkenntnis aneignet.
Im "Handbuch für Pilzfreunde, Bd.1" wird im Vorwort darauf
hingewiesen, dass dies nicht schwerer ist, als das Erlernen des Gebrauches
von einem Kraftfahrzeug oder dem Anlegen einer Münz- oder
Briefmarkensammlung. Dem schließe ich mich voll und ganz an. Und
Pilzseminare vermitteln vielleicht intensiver und mehr Wissen als so
manche Fahrschule.
Jeder kann "PILZE LERNEN".
Beste Grüße, Heinz Ebert

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