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Re: Zum OT: Schärfentiefe (sorry, noch mehr Techni

Der Juergen, (vor 7323 Tagen) 2.227 Beiträge @ Hans-Jürgen

Hallo Hans-Jürgen,

Auf der Basis der Hyperfokaldistanz können dann der Nahpunkt Dn (Formel 2)
und der Fernpunkt Df (Formel 3) der Schärfentiefe berechnet werden. Dazu
wird außer den bereits bekannten Größen nur noch die Schärfedistanz d
benötigt (korrekterweise die Gegenstandsweite, also die Entfernung
zwischen vorderer Hauptebene des Objektivs und Motiv; kann nur bei großen
Motiventfernungen ohne Verfälschungseffekte durch die Entfernung, auf die
scharf eingestellt worden ist, ersetzt werden).

Eigentlich ganz einfach, und trotzdem kann man sichs nicht merken *g* Ich will noch anfügen, dass die Bildwahrnehmung (Gestaltwahrnehmung) oft psychologische Ursachen hat: Wenn ein fotographiertes Objekt z.B. mittels Beleuchtung vom Hintergrund "abgehoben" wird, wirkt sich das auf die Wahrnehmung der Schärfentiefe ebenfalls aus (entgegen jeglicher pysikalischer Erklärung). Auch der Einsatz eines Blitzes erhöht die Schärfentiefe (scheinbar, spürbar!), weil damit mehr Strukturen herausmodelliert werden können. Die "hohe" Schärfentiefe, die oft bei Makro-Objekten "empfunden" wird, liegt zum Teil daran, dass eben nur die wesentlichen Elemente strukturellen Inhalts scharf abgebildet sind, und die unwichtigeren im unscharfen Bereich liegen - die Beleuchtung hilft da wesentlich dabei mit (was dabei "wichtig" und "unwichtig" ist, liegt an unserer Gestaltwahrnehmung). Natürlich ist es heute digital möglich, mehrere Schärfeebenen zusammenzurechnen, dann hat man "malerische" Objekte, die an kolorierte REM-Aufnahmen erinnern. Fotographie hat immer noch mehr mit Ästhetik und Komposition (Raum/Flächen-aufteilung) zu tun als mit Linsen-Formeln.

Grüßle
Juergen

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