Re: Knollenblätterpilzvergiftung
Wow, dann hat die Dame entweder den Begriff "Probe" falsch
verstanden, oder das Exemplar hatte einen sehr hohen Gehalt an Amanitinen.
So 10-15g Frischpilz müßte die Dame ja gegessen haben um so schwere
Symptome zu zeigen. Da das ja eher unwahrscheinlich ist (naja, wer
weiß..), war das Ding also wohl sehr toxisch.
Gut zu wissen, daß auch sehr geringe Mengen schon schwere Symptome auslösen
können. Hmm...
So eine echt griffige Korrelation zwischen aufgenommener Pilzmenge und Vergiftungsschwere gibt es laut meinem Pharmabuch nicht. Leider steht nicht drin wodurch die Brecherei eigentlich ausgelöst wird. Bei dem was das Amanitin macht müßte es dazu eigentlich nicht zwangsweise kommen. Könnte auch einfach lautlos nach drei Tagen die Leber zerstören. Tut es aber nicht. Ich wüßte wirklich gerne warum.
Mich wundert etwas die Geschwindigkeit in der das aufgetreten ist. Die Pilze waren zum Glück ja wohl noch nicht verarbeitet. Acht Stunden sollten zwischen der Mahlzeit und den Erscheinungen doch wenigstens liegen... zumindest laut Büchern. Aber ich möchte auch anderes nicht ausschließen, denn was heißt schon "laut Büchern".