Re: Friedhof der Prachtbecherlinge :-( *PICs*
Hallo Kattugla,
Ja, die Forst"reform", deren Auswirkungen sind nirgends zu übersehen.
Ich habe mich auch schon mit unserem Revierförster darüber unterhalten.
Er hatte mal überschaubare Flächen zu betreuen, wo er noch - O-Ton -
"jeden Baum persönlich" kannte. Diese Zeiten sind vorbei.
Heute muss er einen viel größeren Bereich vom PC aus betreuen
und wofür früher noch neun Waldarbeiter nötig waren,
sind es mit Harvester heute nur noch zwei-drei.
Das ist im doppelten Sinne die traurige Realität und der persönliche
Bezug zum Wald bleibt da natürlich auf der Strecke.
Selbstwerber (von denen noch etliche mit Rückepferden unterwegs sind)
Es gab hier sogar mal einen Zuchtbetrieb speziell für Rückepferde, der
jedoch unter diesen Umständen pleite ging. Vor Jahren hieß die Devise
mal "Naturnaher Waldbau"...
Mein Lieblingsrevierförster (der selbst NABU-Mitglied ist und sich recht
aktiv einsetzt) hebt nur noch resigniert die Hände. Mit Harvester und
polnischen Saisonkräften ist er an einem Wochenende durch ein Flurstück
mit Windbruch durch, ohne in einem Monat.
Dann muss er wohl gegen seine Überzeugung handeln und da gibt es sicher
noch einige Forstleute mehr, denen es ähnlich geht.
Aber ich sehe jedes einzelne Glied der Kette in der Verantwortung.
Zerstörte Ressourcen sind jedoch für immer weg. Und die Ursache dafür liegt
ganz woanders, wenn ich mich an die eigene Nase packe, bin ich da schon
sehr dicht bei den Ursachen.
Ja, da stimme ich dir zu: Wir alle müssen uns an die eigene Nase packen,
unser Konsumverhalten überdenken. Man kann z. B. schon beim Papierverbrauch
anfangen, da gibt es einige Möglichkeiten.
Beste Grüße,
Marco