Re: Friedhof der Prachtbecherlinge :-( *PICs*
Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen.
Die Vollernter kommen doch hier zum Einsatz um möglichst effizient und
wirtschaftlich zu arbeiten. Diesen Zwängen unterliegen wir doch alle -
irgendwie - oder nicht? Und irgendwann trifft es jeden. Wo mein Haus heute
steht, standen vor 20 Jahren Bäume. Also bitte.
Ich denke jeder von uns hat mindestens einen Baum auf dem Gewissen, ob er nun
ins Möbelhaus geht und Buche massiv kauft, oder ins Steakhaus geht - also
bitte.
Weitere Beispiele sind müßig.
Übrigens schön finde ich das alles auch nicht - habe allerdings auch keine
Lösung. Über Alles und Jenes zu schimpfen ist allerdings auch nicht
unbedingt produktiv.
Viele Grüße
Karl-Heinz
Servus Karl-Heinz und alle anderen,
es ist doch ein Unterschied, ob ich einen Fernseher effizient und billig herstelle oder ob ich einen Wald so bewirtschafte, dass hinterher der Boden im Eimer ist.
Nichts gegen den Einsatz von Harvestern - aber bitte mit Augenmaß! Das muss nicht sein, wenn tagelanger Regen den Boden aufgeweicht hat.
Niemand und keinerlei Sachzwang nötigen uns zu einer vandalistischen Forstwirtschaft.
Im Prinzip ist der Umbau der Forstwirtschaft z.B. in Bayern eine Erfolgsgeschichte, und zwar nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökonomisch. Dass die Forstbetriebe neuerdings unter extremen wirtschaftlichen Druck geraten, ist politisch so gewollt (danke Erwin und servus!). Wir haben uns jahrzehntelang eine ziemlich vorbildliche Forstwirtschaft geleistet, und es hätte nichts dagegengesprochen, diese genauso fortzuführen.
Soeben wurde in Bayern ein erbitterter Gegner des Nationalparks Bayerischer Wald und Befürworter der idiotischen Forstreform als Minister für Land- und Forstwirtschaft installiert, ohne Not, aus Proporzgründen, obwohl selbst in der CSU fähigere Leute zur Verfügung gestanden hätten.
Es ist absolut wichtig, dass Naturfreunde auf Misstände im Wald hinweisen und den Forstleuten auf die Finger schauen. Nur sollte man mit seinen Bewertungen vorsichtig sein. Nicht überall, wo es wüst ausschaut, haben die Forstleute schlecht gearbeitet. Es ist auch nicht immer ganz leicht, einen vermeintlich gnadenlosen Kahlschlag von einer nötigen Maßnahme gegen Borkenkäferbefall zu unterscheiden.
Gruß aus München
Hias