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Re: Lactarius citriolens var. intermedius?!?

Andreas ⌂, (vor 6524 Tagen) 8.003 Beiträge @ myco_loco

Hiu Lothar,
ja, er steht auch meines Erachtens näher bei Lactarius scrobiculatus.
Manchmal ist es makroskopisch schwierig, meist kann man ihn aber gut an
der fehlenden weißen Linie unter den Lamellen am Stiel erkennen (L.
scrobiculatus hat diese helle, fast weiße Zone an der Stielspitze).
Anatomisch kann man hier auch die Endzellen der HDS zur Unterscheidung
verwenden (nicht publiziert, haben wir in München aber mal anhand von
Belegen aller drei Arten getestet). Die Mykorrhizen von Lact.
scrobiculatus und Lact. intermedius unterscheiden sich auch voneinander,
wenngleich das Merkmal für uns Normalmykologen nicht so einfach
nachvollziehbar ist.
Witzigerweise gibt es keine Kombination von Lact. intermedius unter L.
scrobiculatus. Ich denke, dass es wirklich daran lag, dass diese Art lange
Zeit vergessen wurde, insbesondere durch das Fehlen im klassischen
Moser-Schlüssel.
LG

Hallo,

L. intermedius wurde einerseits von MOSER "vergessen", jedenfalls nicht aufgeführt, andererseits auch von weiteren monografischen Bearbeitern nicht behandelt, wie KORHONEN (Suomen rouskout), KYTÖVUORI (Monografie der Scrobiculati) oder HEILMANN-CLAUSEN et al (Fungi of Northern Europe vol. 2). Schlicht weil die Art in deren Florengebiet nicht vorkommt. Lediglich bei BASSO (Fungi Europaei) ist sie enthalten.

Ich halte L. intermedius für eine gute Art, die mit L. scrobiculatus auch nicht näher verwandt scheint als die anderen Arten dieser Gruppe (leonis, tuomikoskii, aquizonatus etc.).

Den Lapsus, eine ältere Art zu einer jüngeren kombiniert zu haben, teile ich mit German Krieglsteiner im selben Band 2 der Ba.-Wü.-Flora, als ich dämlicherweise X. communis als var. zu X. rubellus stellte .....

beste Grüße,
Andreas

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