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Re: Espen-Schizopora

Werner2 ⌂, (vor 6490 Tagen) 1.517 Beiträge @ myco_loco

Danke, Christoph - für die für mich sehr informative Beschreibung.
Die Langer-Arbeit aus der Hoppea werde ich mir auf jeden Fall besorgen.
Gruß Werner
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Servus Werner,
das muss ich dann überlesen haben... Bin nicht immer und regelmäßig in den
Foren unterwegs.
Schizopora radula hat engere Poren als Sch. paradoxa, Sch. bresinskyi hat
weitere Poren. Sch. radula bekommt im Alter deutlich geschlitzte Poren,
Sch. bresinskyi denke ich nicht (habe aber nur einen FK in der hand gehabt
und der war nicht sooo alt - siehe Bild weiter oben).
Es ist dumm, dass ich im Moment an das Paper nicht rankomme. Langer beschrieb
Sch. bresinskyi 2000 in der Hoppea. Der Fund ist von 2005, also ein
bisserl her. Die Art hat aber, wenn ich mich recht erinnere, deutlich
keulige Cystiden. Die Sporen waren auch anders als bei Sch. paradoxa, denn
sie hatten mir bei der Bestimmung geholfen. Ich hatte jedenfalls ob der
weiten Poren nicht an Schizopora/Hyphodontia gedacht, als ich den FK
aufgesammelt hatte. Ich habe nur dummerweise die Sporenmaße nicht mehr im
Kopf und die damaligen Aufzeichnungen sind im Nationalpark (der Fund
stammt aus einem Projekt im NP BayerWald).
Sch. radula wird oft mit Sch. paradoxa zusammengeschmissen. Laut Ryvarden
& Gilbertson soll Sch. radula keine Skeletthyphen besitzen, also
monomitisch sein (er zeichnet aber Strukturen, die wie Skeletthyphen
aussehen).
Da Schizopora eigentlich Hyphodontia ist, sind auch die
Sch.-paradoxa-Skeletthyphen wohl eher sekundärer Natur und sucht man lang
genug, findet man wohl auch mal ein Septum. Eher ein Übergang zw. mono-
und dimitisch. Ich habe aber, ehrlich gesagt, die Hyphenstruktur von
Schizopora noch nie so exakt untersucht, da ich in dieser Gruppe bislang
nur bestimmt und nicht taxonomisch geforscht habe.
LG
Christoph

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