Re: 4 Schichten ....
Hallo Andreas,
stimmt, hatte ich falsch gelesen - es sind in der Tat die vier FK-Schichten beschrieben worden. Ich meinte, auf dem Foto drei Röhrenschichten zu erkennen, was aber auch am Anschneiden liegen kann...
Insofern würde es in der Tat auf Ganoderma lucidum vs. Ganoderma valesiacum herauslaufen (wie bei dem von dir zitierten Fund aus Thüringen). Und Fichte spräche deutlich für G. lucidum (bis auf das helle Fleisch). Vielleicht kann Gelbfieber ja noch etwas zur Fleischkonsistenz sagen.
Ein 50-cm-Brackl ohne Stiel... hm, letzten Endes: ich glaube gerne die Bestimmung durch Haas und Dich. Ich wäre vermutlich sehr erstaunt gewesen und hätte den Pilz nicht als G. lucidum angesprochen.
LG
Christoph
Hallo Christoph,
vier Schichten ja - aber damit sind meiner Auffassung nach nicht 4
RÖHREN-Schichten gemeint, sondern vier FRUCHTKÖRPER-Schichten. Ich würde
bei den einjährigen bleiben, mir sieht auf dem Foto auch die Röhrenschicht
nicht zwingend mehrjährig aus.
Ich bin immer noch für Ganoderma lucidum. Ich habe exakt solche Fruchtkörper
schon im Schwarzwald an Moorbirke gefunden (NSG Waldmoor-Torfstich,
Moorbirken-Moorkiefern-Hochmoor, Glazialrelikt, 680 m NN). Stiellos, bis
50 cm Durchmesser, vom Erdboden bis in 1 Meter Höhe an abgebrochenen,
stehenden Stämmen.
Kann natürlich sein, dass ich damals zu oberflächlich bestimmt habe, denn ob
ich überhaupt mikroskopiert habe bezweifle ich im Nachhinein, zumal ich
mit Dr. Haas unterwegs war und der ebenfalls ohne Zögern für G. lucidum
plädierte.
Er war zwar nicht der große Porlingskenner, aber viel mit Hermann Jahn
unterwegs bzw. in Kontakt und zumindest Ganoderma pfeifferi kannte er
durchaus aus eigener Anschauung.
Ganoderma valesiacum wurde übrigens aus den Hochlagen der Thüringer Waldes
auch schon einmal von einem Mykologen gemeldet (an Fichte) - stellte sich
als G. lucidum heraus ....
beste Grüße,
Andreas