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Re: da muss auch nicht unbedingt eines sein...

Karl-Heinz ⌂, (vor 6387 Tagen) 3.176 Beiträge @ ThomasHofheim

Hallo Thomas,

da hast Du dir noch viel Arbeit mit der Recherche gemacht, vielen Dank dafür.
Schlussendlich - wie J. Schreiner ja ausführt - sind bei solchen Grenzfällen Sporenmessungen notwendig (wenn man es denn so genau wissen muss :-).

Viele Grüße
Karl-Heinz

Hallo Karl-Heinz,
in der älteren und teilweise auch in der neueren Literatur wird das
tatsächlich nicht oder selten erwähnt. Hinweise finden sich etwa bei
Lannoy & Estades (2001), Les Bolets (Flore Mycologique d'Europe 6),
p.114, wo eine var. queletiformis (!) von luridus mit kaum ausgebildetem
Netz beschrieben wird, oder Klofac (2007) in: Öst.Z.Pilzk., p. 235, wo es
im Schlüssel zur Serie Luridus (d.h. luridus u. Formen) heißt: "Stiel
mit Netz (kann ausnahmsweise auch fehlen!)".
Man hat aber auch von queletii Formen mit rötlichem Röhrenboden beschrieben
(z.B. var. zugazae), so dass einem bei solchen kritischen Kollektionen
nichts anderes bleibt, als die Gesamtheit der Merkmale festzuhalten und zu
beurteilen. Darauf hat Stephan ja schon hingewiesen. Ich meine schon, dass
der rote Röhrenboden ein gutes Alleinstellungsmerkmal für luridus ist
(vgl. auch
Beitrag 76742
) Man sollte aber auch die Sporen messen (queletii kleinerer Quotient als
luridus), sollte die Jodreaktion prüfen (Abgrenzung gegen erythropus, in
diesem Fall sicher nicht nötig) und muß im Zweifelsfall den Standort über
mehrere Jahre beobachten. Natürlich können luridus, queletii und auch
erythropus alle an ein und demselben Standort vorkommen, so dass man auch
hier vorsichtig sein muß. Man kann ja ruhig auch mal ein cf. vor den Namen
setzen.
Viele Grüße
Thomas

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