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Re: Mutterkorn

Christoph ⌂, (vor 9229 Tagen) 878 Beiträge @ Ulm-Olli

Hi Olli,

keine Angst! Es werden alle Mutterkörner ausgesiebt. Ergotismus (Mutterkornvergiftungen) treten heute nichtmehr auf. Das gab's mal kurz, als "alternatives" Bio-Getreide Mode wurde und auf Mutterkorn nicht geachtet wurde (z. B. wenn man selber Mehl mahlen will oder so). Wenn Mutterkorn im Feld wächst, dann weißt Du, das keine oder wenig Fungizideeingesetzt werden. Mirist das lieber. Durch's Schüttelsieb passen die Sklerotien nunmal nicht durch.

Insofern wünsche ich Dir unbeschwerten Genuß, auch von Biobrot!
Ciao, Christoph

Hallo Zusammen!
Haben gestern auf nem Spaziergang ein Roggenfeld entdeckt, an dessen Ähren
lauter schwarze "Würstchen", eigentlich verlängerte Körner, bis
zu 4cm Länge wuchsen.
Das ist doch Mutterkorn (auch ein Pilz)!?
Jetzt würde mich doch mal interessieren, wie so ein Feld gehandhabt wird.
Ein alter Ex-Bauer sagte uns: "Das geht beim Mahlen in der Mühle raus,
ist ja viel zu groß und passt nicht durch die Siebe..."
Kann ich mir gar nicht vorstellen, da auch sehr viel mehr normale Korngrößen
schwarz befallen waren.
Wenn das Feld wirklich geerntet wird, esse ich auf keinen Fall mehr
Roggenbrot aus dieser Gegend :-(
Was passiert eigentlich nach einer Vergiftung, Symptome etc. Im Mittelalter
muss es wohl auch sehr schlimm zugegangen sein.....
Glaube hier steht auch nix drüber in eurer guten Datenbank???? Oder ist dass
etwa kein Pilz :-)
Grüßlis Olli, gespannt!

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